Zucker, Ernährung und Gesundheit: Videos von Dr. Dr. med. Tobias Weigl und Dr. med. Ulrich Selz

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Zucker, Ernährung und Gesundheit: Videos von Dr. Dr. med. Tobias Weigl und Dr. med. Ulrich Selz

Rainer Langlitz
Veröffentlicht von Rainer Langlitz in Gesundheit · 9 Mai 2023
Zucker, Ernährung und Gesundheit: Videos von Dr. Dr. med. Tobias Weigl und Dr. med. Ulrich Selz

Kohlenhydrate insbesondere Zucker stehen nicht gerade im besten Ruf.

Stattdessen sind Kohlenhydrate in Form von Zucker äußerst beliebt: Kuchen in Bäckereien, Konditoreien und Supermärkten, Gummibärchen, Schokolade, das Eis im Sommer - was auch immer...

Wir finden einen massigen Konsum von Kohlenhydraten in Form von Zucker vor.

Heutzutage steckt alles (!) voller Zucker: Egal, ob Joghurt, Konserven oder Ketchup, und erstrecht im Alkohol, und selbst in der Wurst ist Zucker untergemischt! Man nennt diesen Zucker auch Industriezucker! Unser Zuckerkonsum ist stark beeinflusst worden von der sog. "Zuckerlüge" in den 1960er-Jahren (vgl. dazu Arte: Die große Zuckerlüge, Link, hier): US-amerikanische Wissenschaftler wie Fredrick Stare oder Ancel Keys verhalfen dabei durch ihre Reputation, durch ihren Professoren-Titel und durch Lüge und Korruption der Zuckerindustrie zum Konsumdurchbruch. So schreibt Wikipedia im Artikel "Ancel Keys" (Zitat):

"Seine Idee, dass Fett als Nahrungsbestandteil bei der Entwicklung von Herzkrankheiten eine größere Rolle spielt als Zucker, gilt heute als überholt, trug aber stark zum bis heute anhaltenden großen Einfluss der Süßwaren- und Zuckerindustrie weltweit bei."

Zitat Ende.

Heutzutage erkennen wir die negativen Auswirkungen eines extremen Zuckerkonsums:

Zucker wie Glucose und Fructose werden (zurecht, wie wir sehen werden) beschuldigt, bei übermäßigem Konsum Entzündungsreaktionen, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen u. a. hervorzurufen.

So empfehlen die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE), die Deutsche Adipositas-Gesellschaft e. V. (DAG) und die Deutsche Diabetes Gesellschaft e. V. (DDG) einen Konsum von max. (!) 50 g Zucker am Tag. Vgl. dazu Link, hier (Zitat):

"Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE), die Deutsche Adipositas-Gesellschaft e. V. (DAG) und die Deutsche Diabetes Gesellschaft e. V. (DDG) veröffentlichen heute gemeinsam ein  Konsensuspapier mit einer Empfehlung zur maximalen Zufuhr freier Zucker in Deutschland. Mit dem Konsensuspapier schließen sich die drei Fachgesellschaften der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2015 an und sprechen sich für eine maximale Zufuhr freier Zucker von weniger als 10 % der Gesamtenergiezufuhr aus. Bei einer Gesamtenergiezufuhr von 2 000  kcal/Tag entspricht diese Empfehlung einer maximalen Zufuhr von 50 g freien Zuckern/Tag. Dazu zählen Monosaccharide und Disaccharide, die Hersteller oder Verbraucher Lebensmitteln zusetzen sowie in Honig, Sirupen, Fruchtsäften und Fruchtsaftkonzentraten natürlich vorkommende Zucker. Die quantitative Empfehlung der drei Fachgesellschaften ist nicht im Sinne einer empfohlenen Zufuhr zu verstehen, sondern als maximale Obergrenze."

Zitat Ende.

Wenn man nun bedenkt, dass bereits ein fettarmer Fruchtjoghurt ca. 24 g Zucker enthält, dann sind nach einem Verzehr eines solchen Joghurts nur noch 26 g Zucker gemäß DGE, DAG und DDG sinnvoll.

Doch auch Brot, Gebäck, Pizza und Pasta bestehen selbstverständlich aus Kohlenhydraten und werden im Körper zu Glucose abgebaut. Je nachdem, ob die Produkte mit reinem Mehl oder eben Vollkornmehl hergestellt sind, fließt oder "schießt" dann die entstandene Glucose ins Blut und muss sofort in die Zellen transportiert werden.



Überschüssige Glucose wird als Glykogen oder in Form von Fettpolstern im Körper gespeichert.

Der Ruf nach Low-Carb liegt auf der Hand.

Doch es wären zugunsten unserer Gesundheit noch extremere Maßnahmen notwendig.

Ich referiere im folgenden Teil dieses Blogbeitrags aus diesem Video von Dr. Dr. med. Tobias Weigl zum Thema:

"Zuckerverzicht: Veränderungen & Folgen für Ihren Körper nach 7, 30 und 365 Tagen - Das bringt es!"

und von Dr. med. Ulrich Selz zum Thema:

"Das passiert, wenn Du 30 Tage auf Zucker verzichtest".



Zunächst das Referat zum Video von Dr. Dr. med. Tobias Weigl zu Thema:


Was ist Zucker?


= kurzkettige Kohlenhydrate (ein bis zwei Zuckermoleküle: Glucose und Fructose).

= ein süß schmeckendes, kristallines Lebensmittel, das aus Pflanzen gewonnen wird und hauptsächlich aus Saccharose besteht.

Zucker ist damit Teil der Kohlenhydrate.

Unser Körper speichert überschüssigen Zucker in Form von Glykogen oder in Form von Fett(polstern).

Zahlen zum Zucker:

Jedes Gramm Zucker enhält 4 kcal.

In Deutschland liegt der Verbrauch an Zucker bei 34 kg pro Kopf jährlich.

Zuckerverzicht: Die erste Woche

Problem = Entzugserscheinungen.

Wodurch kommt das?

Zucker...
-leicht abbaubar
-schnell verfügbar
-liefert viel Energie

Innerhalb der Evolution war der Zucker sinnvoll. Er schützte uns, indem er schnell Energie liefert.

Heutzutage können wir auf Zucker ganz verzichten, denn wir laufen in der Regel nicht mehr Gefahr, nicht mehr ausreichend mit Energie versorgt zu werden/zu sein.

Innerhalb der ersten Woche fordert der Körper Zucker ("Entzugserscheinungen").

Doch dann verbessert sich der Stoffwechsel.

Auch der Blutzuckerspiegel bleibt konstant, was wichtig ist, um eine Insulinresistenz vorzubeugen, denn eine Insulinresistenz kann zu seinem Diabetes führen.

Durch Zuckerverzicht entlasten wir unseren Körper und können so einen Diabetes vermeiden.

Außerdem führt Zuckerverzicht zu einem besseren Schlaf und zu einem Gewichtsverlust, was beides positiv ist.

Auch unser Atem riecht durch den Zuckerverzicht besser, denn die Bakterien im Mund haben durch die Zuckerreduzierung weniger Nahrung und vermehren sich weniger

Wie sieht's nach einem Monat aus?

Spätestens nach einem Monat sollten die Hosen schon etwas lockerer sitzen.

Auch Körperunreinheiten auf der Haut (Pickel, Akne etc.) sollten nach und nach verschwinden.

Der Zuckerverzicht sorgt nach und nach für einen gesünderen Körperzustand:

  • der Blutzuckerspiegel stabilisiert sich.
  • der Blutdruck wird stabiler.
  • der Geschmackssinn verfeinert sich.

Ein Jahr ohne Zucker: Das bringt es!

Das starke Verlangen nach Zucker sollte nun nachgelassen haben.

Welche Benefits ein Zucker nach einem Jahr mit sich bringt, wird anhand folgender Studie (Link, hier) deutlich:

"Association of added sugar intake with all-cause and cardiovascular disease mortality: a systematic review of cohort studies"

Quelle: SuJin Song et al. (2022), in: Nutrition, Research and Practice 16 (Suppl1): S. 21 - 36.

Die Studie zeigte, dass ein Zuckerverzicht unser Sterberisiko um 34 % reduziert.

Im Umkehrschluss bedeutet dies dann, dass der Industriezucker in Fast Food und Süßigkeiten unser Sterberisiko erhöht.

  • Außerdem wird durch Zuckerverzicht das Risiko für Übergewicht um 57 % reduziert.
  • Auch das Risiko für Diabetes sinkt um 42 %.
  • Last but not least sinkt auch das Risiko für eine Herzinsuffizienz um 47 %.

Außerdem drei weitere Vorteile:

  1. mehr Energie.
  2. bessere Laune.
  3. weniger Entzündungen.

Zucker fördert schließlich auch Angststörungen, wie eine weitere Studie herausfand (Link, hier):

"Dietary Patterns and Their Association with Anxiety Symptoms among Older Adults: The ATTICA Study"

Quelle: Maria F. Masana et al. (2019), in: Nutrients 6(19).

Welche Schäden richtet Zucker an?

Vgl. dazu folgende Studie (Link, hier):

"Effect of Dietary  Sugar Intake on Biomarkers of Subclinical Inflammation: A Systematic  Review and Meta-Analysis of Intervention Studies"

Quelle: Karen W. Della Corte et al (2018), in: Nutrients 5(18).

Zucker löst im Körper Entzündungsprozesse aus. Der Körper stellt u. a. sog. AGEs her, wenn er Zucker abbauen muss. Vgl. dazu Wikipedia, Art. "Glykation" (Link, hier). Diese AGEs lösen Entzündungsprozesse aus. Entzündungsprozesse sind einer der Hauptgründe für vorzeitiges Altern und chronische Krankheiten. Folge: Alzheimer, Demenz, chronische Schmerzen, Nahrungsmittelallergien, häufige Infektionen.

Andere entzündungsfördernde Lebensmittel sind gesättigte Fettsäuren, rotes Fleisch, raffinierte Kohlenhydrate und Alkohol.

Versteckte Zucker in Industrieprodukten im Supermarkt, bei denen man vorsichtig sein sollte:

  • Fettarmer Fruchtjoghurt (kann bis zu 24 g Zucker enthalten).

  • Konserven ("Zuckerbomben", die sich auf die Hüfte schlagen):
      • Rotkohl
      • Dosenfrüchte
      • Gewürzgurken
      • Krautsalat

  • Ketchup (ganz extrem)

  • Alkohol

Ohne Zucker leben wir deutlich gesünder!

Ende des Referats zu o. g. Video von Dr. Dr. med. Tobias Weigl.

Weitere Videos von Dr. Dr. med. Tobias Weigl zum Thema Ernährung & Gesundheit:
















Im Folgenden referiere ich aus dem Video von Dr. med. Ulrich Selz zum Thema:


Negative Auswirkungen von Zucker:

1.) Abhängigkeit.
2.) Diabetes.
3.) Übergewicht.
4.) Karies.
5.) Angst beim Entzug.
6.) Droge.
7.) Darmflora.
8.) Haut (Akne).
9.) Glykation ("Verzuckerung").

Zu Glykation bitte HbA1c-Wert (Langzeit-Zucker-Wert) im Blut messen lassen.

Messbare Erfolge beim Zuckerentzug:
1.) Senkung des Blutzucker-Wertes.
2.) Senkung des HbA1c-Wertes.
3.) Senkung der Triglyceride im Blut.
4.) Bessere Cholesterin-Werte.
a) Verhältnis von HDL/LDL.
b) Senkung LDL.
5.) Senkung von Entzündungen im Blut.
6.) Senkung des Blutdrucks (vermutlich).


  • Durchhaltevermögen gefragt!
  • Keine alten Gewohnheiten!
  • Kein Fast-Food!
  • Fructose-Verzicht!


  • Fettleber reduziert sich!
  • Risiko Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinkt!
  • Schlaganfall-Risiko sinkt!
  • Krebs-Risiko sinkt!
  • Demenz-Risiko sinkt!
  • Das passiert im Körper:
  • Stoffwechsel-Turbo.
  • Fettverbrennung.
  • Enzymregulierung.
  • Gehirnverbesserung durch Ketone.
  • Verbesserung der Stimmung.
  • Verringerung von Stimmungsschwankungen.
  • Verbesserung der Konzentration.
  • Erhöhung des Energieniveaus.
  • Verbesserung der Lernfähigkeit.
  • Schutz des Gehirns.
  • Reparatur des Gehirns.
  • (BDNF-Wert).


  • Keine zuckerhaltigen Getränke.
  • (stattdessen 1,5 - 2 Liter Wasser pro Tag).
  • Komplexe statt isolierte Kohlenhydrate.
  • Vorsicht bei Zuckerersatz (Xylit, Stevia, Erythrit; in Maßen).
  • Alkohol und Koffein meiden!


Thema Frühstück:
a) Intervallfasten.
b) Chia-Pudding.
c) Avocado.
d) Natur-Joghurt mit Früchten.


  • Wenig würzen (keine scharfen Gewürze).
  • Gute Eiweißversorgung:
  • (oft Ursache für Zuckersucht)
  • -Ei, Nüsse, Sprossen.
  • -Fleisch, Fisch.
  • -Vegetarisches Eiweiß (Erbsenprotein).
  • Auf Darmflora achten!


Serotonin-Erhöhung durch:
-Magnesium, Zink, Omega-3-Fettsäuren.
-Rhodiola.
-Sport.
-Sonne.
-frische Luft.


Bitterstoffe...
-dämpfen den Hunger.
-verbessern die Verdauung.
"Bitter-Liebe-Tropfen" z. B. von Rossmann.

Ende des Referats zu o. g. Video von Dr. med. Ulrich Selz.



Last but not least möchte ich auf das Buch von Dr. med. William Davis aufmerksam machen mit dem Titel:

"Weizenwampe: Warum Weizen dick und krank macht"

Zu diesem Buch von Dr. med. William Davis lesen wir (Zitat):

"Brot, Gebäck, Pizza, Pasta – Weizen ist in unserer Nahrung allgegenwärtig. Doch kaum jemand weiß, was für ein gesundheitsschädigender Dickmacher das goldgelbe Korn ist. Denn in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Getreide genetisch so verändert, dass es mit dem »Urweizen« nicht mehr viel gemein hat. Der »neue Weizen« macht dick, fördert Diabetes sowie den Alterungsprozess, schädigt Herz und Hirn und ist schlecht für die Haut. Dr. med. William Davis zeigt glutenfreie Ernährungsalternativen auf, und wie man gesund und schlank ohne Weizen leben kann."

Zitat Ende.

Ich hoffe, Sie sind nun in positiver Weise etwas zum Nachdenken über Ihren Zuckerkonsum gekommen.

Ich jedenfalls bin nun in der zweiten Woche mit dem Verzicht auf Industriezucker angekommen.

Bislang habe ich ca. 3-4 kg Körpergewicht verlieren können.

Gerne verlinke ich dabei auch auf die Seite:


Wenn Sie möchten, schauen Sie gerne auch 'mal dort rein...!

Rainer Langlitz




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