Zink und seine orthomolekulare bzw. physiologische Bedeutung

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Zink und seine orthomolekulare bzw. physiologische Bedeutung

Rainer Langlitz
Veröffentlicht von Rainer Langlitz in Gesundheit · 11 Dezember 2022
Zink und seine orthomolekulare bzw. physiologische Bedeutung

Zink gehört zu den 8 wichtigsten Spurenelementen.

Wikipedia schreibt zur physiologischen Bedeutung von Zink (Zitat):

"Zink ist ein Spurenelement für Menschen,[40] Tiere,[41] Pflanzen[42] und Mikroorganismen.[43]

Wirkung im Körper
Zink zählt zu den unentbehrlichen (essentiellen) Spurenelementen für den Stoffwechsel. Es ist Bestandteil einer Vielzahl von Enzymen, beispielsweise der RNA-Polymerase und der Carboanhydrase. Zink erfüllt im Körper viele verschiedene Funktionen. So nimmt es Schlüsselrollen im Zucker-, Fett- und Eiweißstoffwechsel ein und ist beteiligt am Aufbau der Erbsubstanz und beim Zellwachstum. Sowohl das Immunsystem als auch viele Hormone benötigen Zink für ihre Funktion.[44] Zink dämpft überschießende (d. h. unangemessene, den Körper schädigende) Abwehrreaktionen des Immunsystems.[45] Zink ist ebenfalls Bestandteil von Zinkfingerproteinen, die wichtige Transkriptionsfaktoren sind. Im Blut ist Zink überwiegend an Albumin gebunden.[46]

Empfohlene Tagesdosis
Die empfohlene Tagesmenge für Zink lag 1996 laut Weltgesundheitsorganisation für erwachsene Männer bei 15 mg, für Frauen bei 12 mg, für präpubertäre Kinder bei 10 mg und für Säuglinge bei 5 mg.[47] Weil der Körper weniger Zink aufnehmen kann als vermutet – nur 30 Prozent können absorbiert werden –, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung  eine Aufnahme von Zink für erwachsene Männer auf 14 mg pro Tag, für  erwachsene Frauen auf 8 mg pro Tag (mittlere Phytatzufuhr, damit  moderate Zinkabsorption).[48][49] Phytat in Lebensmitteln hemmt die Zinkaufnahme im Körper.[49]  Bei Schwangeren ist der Bedarf erhöht: Im ersten Trimester liegt er bei  9 mg Zink pro Tag, ab dem 4. Monat bei 11 mg Zink pro Tag. Dieser  gipfelt bei stillenden Müttern auf einen täglichen Wert von 13 mg Zink.[49]  In Großbritannien sollen täglich durch Nahrung 7 mg Zink für Frauen und  9,5 mg Zink für Männer aufgenommen werden, die Zinkaufnahme soll aber  nicht 25 mg pro Tag überschreiten.[50]

Der empfohlene Tolerable Upper Intake Level (zulässige obere Aufnahmemenge, UL) der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit liegt bei 25 mg Zink pro Tag,[51]  das Standing Committee on the Scientific Evaluation of Dietary  Reference Intakes of the Food and Nutrition Board, Institute of  Medicine, National Academy of Sciences, betrachtet für Erwachsene 40 mg/Tag als UL.[52][53] Das Bundesinstitut für Risikobewertung sieht eine Höchstmenge an Zink in Nahrungsergänzungsmittel (NEM) bei 6,5 mg und empfiehlt bei NEM mit über 3,5 mg Zink auf die tägliche Einnahme weiterer zinkhaltiger NEM zu verzichten.[54] Daneben betrachtet es 25 mg/Tag ebenfalls als UL.[54]

Eine Zufuhr von mehr als 100 mg pro Tag ist nicht empfehlenswert, ab 200 mg können Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder auch  Kopfschmerzen, Lethargie oder Reizbarkeit auftreten.[50][55] Beim Menschen führt die Aufnahme von Zink ab etwa 2 g zu akuten Vergiftungserscheinungen.[56] Eine anhaltende erhöhte Zinkzufuhr (50–150 mg/Tag) kann u. a. zu Kupfermangel[50] und Störungen in der Blutbildung führen.[57]

Zinkpräparate sollten nur bei Zinkmangel (siehe unten) und erhöhtem Zinkbedarf (z. B. nach Operationen, Traumata oder Verbrennungen) eingenommen werden.[58][59]

Wird Zink in hoher Dosis aufgenommen, indem z. B. beim  Brennschneiden verzinkter Stähle Zinkdämpfe eingeatmet werden, so entsteht das sogenannte „Zinkfieber“.  Dabei entwickelt der Vergiftete grippeähnliche Symptome mit zum Teil  starken Fieberanfällen. Die Symptome klingen im Allgemeinen nach 1–2  Tagen wieder ab.

Zufuhr
Es wird  geschätzt, dass weltweit zwei Milliarden Menschen an Zinkmangel leiden  und dass dieser Mangel mitverantwortlich für den Tod von einer Million  Kindern pro Jahr ist.[46]
In den USA nehmen die meisten Säuglinge, Kinder, und Erwachsenen  genügend Zink zu sich. Vereinzelt gibt es Hinweise, dass bei älteren  Menschen die Zufuhr geringer ausfällt.[60]
Laut Nationaler Verzehrstudie II liegt der Median der Zinkzufuhr  in Deutschland in allen Altersgruppen über dem Referenzwert. 32 % der  Männer und 21 % der Frauen liegen unter der empfohlenen täglichen  Zufuhr.[61]

Mangel
Wenn die Zink-Zufuhr unter dem Referenzwert liegt, ist dies nicht mit einem  Mangel gleichzusetzen, sie erhöht jedoch die Wahrscheinlichkeit für eine Unterversorgung.[62]

Zinkmangel führt zu einer Unterfunktion der Keimdrüsen, Wachstumsstörungen und Blutarmut. Ein niedriger Zinkspiegel äußert sich oft auch durch eine verringerte Abwehrfunktion, Haarausfall, trockene Haut und brüchige Nägel.[63]  Zinkmangel kann zu Unfruchtbarkeit beim Mann führen.[64] „Bei einem Mangel an Zink kommt es [..] zu einer reduzierten Geruchs- und Geschmacksempfindung.“[65] Zinkmangel wird häufig durch einen hohen Kupferspiegel verursacht (z. B. bei reichlichem Trinkwassergenuss aus häuslichen Kupferrohrnetzen), da Zink und Kupfer Antagonisten sind.[66] Selbiges gilt für Eisen, z. B. durch eine sehr eisenreiche Ernährung oder die Einnahme von eisenhaltigen Medikamenten.[67] Die Aufnahme von Zink (wie auch anderen Metallionen) aus dem Darm wird ebenfalls durch phytinsäurehaltige Nahrungsmittel vermindert.[68]"

Zitat Ende.

Zink ist wichtig für Immunsystemstärkung.
Zink ist wichtig für die Wundheilung.

Zink ist wichtig für die Produktion von Insulin.

Zink ist wichtig für gesunde Haut und Haare.

Zink ist wichtig für das Wachstum und für die Geschlechtshormone.

Zink ist wichtig für enzymatische Abläufe.

Zink ist besonders enthalten in:
  • Fleisch
  • Fisch
  • Meeresfrüchten
  • Bohnen
  • Vollkorngetreide
  • Eiern
  • Nüssen

Bedarf an Zink pro Tag:
25 - 50 mg

Mangelsymptome für Zink:
  • Appetitlosigkeit
  • schuppige Haut
  • Haarausfall
  • verzögerte Wundheilung
  • Infektanfälligkeit



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