Kalzium und seine orthomolekulare bzw. physiologische Bedeutung

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Kalzium und seine orthomolekulare bzw. physiologische Bedeutung

Rainer Langlitz
Veröffentlicht von Rainer Langlitz in Gesundheit · 11 Dezember 2022
Kalzium und seine orthomolekulare bzw. physiologische Bedeutung

Kalzium gehört zu den 7 wichtigsten Mineralstoffen.

Wikipedia schreibt zur physiologischen Bedeutung von Calcium (Zitat):

"Calcium ist ein Mengenelement (Definition: Element mit mehr als 50 mg pro kg Körpergewicht) und gehört damit nicht zu den Spurenelementen. Mit einem Körperbestand von 1 bis 1,1 kg ist Calcium der mengenmäßig am stärksten vertretene Mineralstoff  im menschlichen Organismus. 99 % des im Körper vorkommenden Calciums  befinden sich gebunden in Knochen (über 90 %) und Zähnen – die  calciumreiche Verbindung Hydroxylapatit (Ca5(PO4)3(OH))  verleiht ihnen Stabilität und Festigkeit. Gleichzeitig dienen die  Knochen als Speicher für Calcium – bei Calciummangel kann ein Teil davon  aus den Knochen gelöst und für andere Aufgaben zur Verfügung gestellt  werden. Die Knochenentkalkung, Osteoporose,  kommt vor allem bei älteren Menschen vor. Zur Prävention der  Osteoporose trägt eine vermehrte Calcium-Aufnahme von etwa 1 g/Tag bei  (Basistherapie DVO).

Innerhalb der Zellen ist Calcium entscheidend an der Erregung von Muskeln und Nerven, dem Glykogen-Stoffwechsel, der Zellteilung sowie an der Aktivierung einiger Enzyme und Hormone beteiligt. Wie erstmals Setsuro Ebashi  nachwies, führt erst der Einstrom von Calcium-Ionen in die Muskelzellen  zu einer Kontraktion der Muskulatur. Außerhalb der Zellen ist Calcium  an der Blutgerinnung und der Aufrechterhaltung der Zellmembranen  beteiligt. Im Blutserum muss ständig eine Konzentration von 2,1 bis  2,6 mmol/l Calcium gegeben sein, wobei etwa 1 bis 1,5 mmol/l in  ionisierter Form vorliegen. Sie wird durch die Hormone Calcitriol, Calcitonin und Parathormon reguliert. Nur 0,1 % des im Körper vorhandenen Calciums findet sich im Extrazellularraum, davon sind 30 bis 55 % an Proteine gebunden, 5 bis 15 % liegen in Form von Komplexen vor (z. B. Calciumhydrogencarbonat, Calciumcitrat, Calciumsulfat, Calciumphosphat oder Calciumlactat). Nur ca. 50 % des extrazellulären Calciums liegt in frei ionisierter und damit in biologisch aktiver Form vor.[25] Symptome der Hypokalzämie treten erst bei einem Mangel dieses ionisierten Calciumanteils auf.[26]

Gesundheitliche Risiken
Im Gegensatz zum Nierengesunden kann ein Dialyse-Patient überflüssiges Calcium nicht über den Urin ausscheiden, und auch der Knochen  nimmt in der Regel das angebotene Calcium nicht auf. So besteht die  Gefahr, dass sich Calcium in Gefäßen und Weichteilen absetzt. Calciumcarbonat, angewendet als Phosphatbinder,  kann zur kardiovaskulären Verkalkung beitragen. Eine über zwei Jahre  durchgeführte Studie aus dem Jahr 2004 zeigte eine stetige Korrelation zwischen der Einnahme von Calciumcarbonat und voranschreitender Arterienverkalkung bei Hämodialyse-Patienten.[42]

Im Jahre 2010 publizierten Bolland u. a. im British Medical Journal eine Metaanalyse, die behauptet, dass Calciumpräparate ohne Cholecalciferol (Vitamin D3) das Herzinfarktrisiko um bis zu 30 % steigern. Dieser Effekt soll dosisabhängig ab einer täglichen Supplementierung von 500 mg Calcium ohne Vitamin D3 auftreten. Auch Schlaganfälle und Todesfälle traten in der Calciumsupplementgruppe vermehrt auf.[43][44] Diese Arbeit wurde bezüglich ihrer Methodik kritisiert.[45][46] Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft  erkannte in den von Bolland u. a. vorgelegten Daten keinen  ausreichenden Beleg für ein erhöhtes Herzinfarktrisiko durch die  Anwendung von Calciumsupplementen. In einer Stellungnahme verwies die  Kommission zudem darauf, dass die in der Metaanalyse untersuchte  alleinige Gabe von Calcium zur Korrektur einer osteoporotischen  Stoffwechselstörung ohne zusätzliche Gabe von Vitamin D3 in den gültigen deutschen Leitlinien nicht empfohlen wird. Andererseits sei auch der Nutzen der kombinierten Substitution von Calcium und Vitamin D3  zur Prävention von Frakturen begrenzt und abhängig von Faktoren wie der  Calciumzufuhr über die Nahrung, der Vitamin-D-Serumkonzentration, dem  Lebensalter, einer Unterbringung in einem Pflegeheim und dem  Ausgangsrisiko für Frakturen. Es gebe keine aussagekräftigen Daten, die  belegen, dass eine Calciumsupplementierung bei Menschen mit normaler  Calcium- und Vitamin-D3-Versorgung von Nutzen ist. Andererseits ließen sich negative Auswirkungen wie ein erhöhtes Risiko für Nierensteine  nachweisen. Calciumsupplemente könnten deshalb nicht generell empfohlen  werden. Es müssten vielmehr Risikogruppen identifiziert werden, die  voraussichtlich von einer zusätzlichen Calciumgabe profitieren. Die  Gesamtcalciumaufnahme (Nahrung plus Supplement) sollte nach Meinung der  Kommission 1000 bis 1500 mg betragen.[47]
Auch Studien aus dem Jahr 2013 weisen auf eine erhöhte Mortalität  durch eine Über-Substitution von Calcium hin. Eine schwedische Studie  zeigt, dass Frauen, die unnötigerweise mit Calcium substituiert wurden,  obwohl genügend Calcium über die Nahrung aufgenommen wurde, eine erhöhte  Mortalität aufwiesen.[48] Für Männer wurde in einer anderen Studie ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko durch Calciumsubstitution festgestellt.[49]

Zwei prospektive Kohortenstudien zeigten, dass der Konsum von Calciumdosen > 2000 mg pro Tag mit einem erhöhten Risiko für Prostatakrebs  einhergeht. Zwei andere prospektive Kohortenstudien brachten keinen  Zusammenhang für Calciumdosen von 1330 und 1840 mg pro Tag. Als  Hintergrund für die Risikoerhöhung wird eine mangelhafte Produktion von  Vitamin D3 verdächtigt. Eine hohe Calciumzufuhr vermindert die körpereigene Cholecalciferol-Produktion, und präklinische Studien  zeigten mehrere potenziell nützliche Effekte des Vitamins bezüglich  Prostatakrebs. In welchem Ausmaß der Calciumkonsum im Verhältnis zum  Fettkonsum (aus Milch und Milchprodukten) zum Risiko beiträgt, ist unklar.[50]"

Zitat Ende.

Kalzium ist wichtig für die Bildung und den Erhalt kräftiger Zähne und Knochen.

 
Kalzium ist wichtig für den Transport von Nervenimpulsen.

 
Kalzium ist wichtig für die Unterstützung von Muskelkontraktionen.
 

 
Kalzium ist enthalten in:
 
  • Milch
  • Milchprodukten
  • grünem Blattgemüse
  • Hülsenfrüchten
  • Nüssen
  • Zitrusfrüchten
  • Lachs
  • Sardinen
               
 

Bedarf an Kalzium pro Tag:
 
1000 - 1500 mg
 
 

Mangelsymptome für Kalzium:
 
  • Muskelschwäche und Krämpfe
  • Knochenabbau
  • Nervosität
  • Veränderungen an Haut, Haaren, Zähnen
     



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