Die 6 Säulen des Immunsystems: Aufbauen und Stärken

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Die 6 Säulen des Immunsystems: Aufbauen und Stärken

Rainer Langlitz
Veröffentlicht von Rainer Langlitz in Gesundheit · 25 Oktober 2023
Die 6 Säulen des Immunsystems: Aufbauen und Stärken

Wir befinden uns Ende Oktober 2023. Es ist - wie es jedes Jahr geschieht - Herbst geworden. Die sogenannte "ungemütliche" Zeit hat begonnen, und der noch kältere Winter steht bevor.

Im Herbst finden wir eine andere Form der Sonneneinstrahlung auf unseren Planeten Erde vor, was Ursache für die verschiedenen Jahreszeiten ist.

Die verschiedenen Jahreszeiten sind bekanntlich:

Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Im Herbst beginnt in aller Regel auch eine verstärkte Infektionsgefahr durch Erreger verschiedenster Art, denn Kälte begünstigt m. E. eine Infektion durch Erreger wie z. B. Rhinoviren. Kontrovers wird allerdings immer noch der Einfluss von Kälte diskutiert. So schreibt Wikipedia im Artikel "Erkältung" (Aufruf vom 25.10.2023; Zitat):

"Weit über 200 Virusstämme sind an der Verursachung von Erkältungen beteiligt. Rhinoviren, Coronaviren, Adenoviren und Enteroviren sind die häufigsten. [...] Die traditionelle und immer noch weit verbreitete Annahme, Erkältungen würden regelmäßig allein durch Kälte – im wissenschaftlichen Sinne von Wärmeentzug als pathophysiologischem Mechanismus – oder Kälteverursacher oder -formen wie beispielsweise Zugluft, Nässe, Unterkühlung verursacht, ist nicht korrekt.[11] Kälte allein kann keine Erkältung auslösen, daher ist der Faktor Kälte keine hinreichende Bedingung. Da man auch an Erkältung erkranken kann, ohne zuvor Kälte ausgesetzt gewesen zu sein, ist Kälte ebenfalls keine notwendige Bedingung.[11] Zusammenfassend lässt sich aber sagen, dass übermäßige Kälteeinwirkung das Immunsystem schwächt[12][13] und dass sich Erkältungsviren, insbesondere die als Hauptauslöser von Erkältungen geltenden Rhinoviren, in trockener Luft besser ausbreiten[12] und bei niedrigen Temperaturen besser vermehren können.[13] Ob die Kälte die Abwehrkräfte des Körpers allerdings so sehr schwächt, dass eine Infektion begünstigt wird, ist umstritten.[14]"

Zitat Ende.

Vieles ist im Übrigen innerhalb der Infektiologie (Infektionslehre oder Infektionsmedizin) noch ungeklärt! Die Infektiologie ist eine interdisziplinäre Wissenschaft in den Bereichen Biologie und Medizin, die sich mit der Erforschung, Verhütung und Behandlung viraler, bakterieller, mykotischer und protozoaler Infektionen beim Menschen beschäftigt. (Vgl. dazu Wikipedia, a.a.O.)

Ich persönlich bin der Meinung, die durchaus von der Wissenschaft abgedeckt ist, dass eine gute Versorgung mit orthomolekularen Mikronährstoffen einen wesentlichen Beitrag zu einem guten Funktionieren unseres menschlichen Immunsystems beiträgt, vor allem sind hier Vitamin A, C, D3, K2 sowie Selen und Zink zu nennen.

Ich persönlich habe durchaus den Eindruck, dass vor allem kalte Füße eine Erkältung und damit einen Infekt begünstigen.

Kommen wir nun zum o. g. Video "Die 6 Säulen des Immunsystems: Aufbauen und Stärken".

Eine Säule ist grundsätzlich eine Form einer "Stütze".

Wenn man von den Säulen des Immunsystems spricht, meint man Dinge und Zusammenhänge, die das Immunsystem unterstützen, aufbauen und stärken.

Ronny Schmidt (alternativ selbst behandeln) hat am 10. Januar 2021 folgendes YouTube-Video mit dem Titel "Säulen unseres Immunsystems - Aufbauen & Stärken" veröffentlicht (Link, hier).

Der Autor dieses YouTube-Videos gliedert sein Referat in sechs Punkte ("Sechs Säulen des Immunsystems") und benennt drei Ketten des Immunsystems.

Ich ergänze sein Referat mit entsprechenden weiterführenden Links.

Diese Gliederung ermöglicht einen schnellen Überblick über unser Immunsystem.

Ob wir grundsätzlich frei von Infekten bleiben, hängt in erster Linie von einem gut funktionierenden Immunsystem ab.

Bei Wikipedia lesen wir über das Immunsystem (Zitat):

"Immunsystem (von lateinisch immunis  ‚unberührt, frei, rein‘ und altgriechisch sýstēma) bezeichnet in der Immunologie alle Moleküle und Zellen, die in einem Lebewesen an der Abwehr potenziell schädlicher Moleküle und Zellen (Immunreaktion) beteiligt sind. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk bei höher entwickelten Lebewesen, in dem verschiedene Organe, Zelltypen und Moleküle interagieren. Es verhindert bei Tieren und Pflanzen Gewebeschädigungen durch Pathogene (Krankheitserreger) und entfernt diese und auch körperfremde Substanzen aus deren Organismus; außerdem kann das Immunsystem krankhafte oder entartete Zellen wie z. B. Krebszellen zerstören.

Das Immunsystem hat eine große Bedeutung für die körperliche Unversehrtheit von Lebewesen, denn praktisch alle Organismen sind ständig den Einflüssen der Umwelt ausgesetzt. Manche dieser Einflüsse stellen eine Bedrohung dar: wenn Pathogene eindringen, kann dies zu Funktionsstörungen und Infektionskrankheiten führen. Typische Pathogene sind Bakterien, Viren und Pilze sowie einzellige (z. B. Protozoen wie Plasmodien) oder mehrzellige Parasiten (z. B. Bandwürmer).

Auch Veränderungen im Inneren des Körpers können die Existenz  eines Lebewesens bedrohen: wenn normale Körperzellen im Laufe der Zeit  ihre gesunde Funktion verlieren, dann sterben sie meist ab und müssen  abgebaut werden (Nekrose) oder bauen sich dabei selbst ab (Apoptose). In seltenen Fällen können sie auch krankhaft entarten und zur Entstehung von Krebs führen.
Alle Lebewesen verfügen daher über Abwehrmechanismen gegen Pathogene. Die ältesten Mechanismen sind die Resistenzfaktoren und die angeborene Immunabwehr. Diese entstanden bereits sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen und wurde seitdem weitgehend unverändert beibehalten. Zusätzlich entwickelten die Wirbeltiere eine adaptive Immunabwehr. Diese komplexe, anpassungsfähige Komponente des Immunsystems schützt Menschen und Tiere noch effektiver als die angeborene Immunantwort vor Infektionskrankheiten.

Die pflanzliche Immunantwort  ist ein natürlicher Schutzmechanismus, dessen Wirkungsweise der  angeborenen Immunantwort von Tieren entspricht. Da Pflanzen jedoch keine  spezialisierten Immunzellen und keine durch Antikörper vermittelte adaptive Immunabwehr besitzen, müssen sie zur Abwehr von Pathogenen wie Bakterien, Nematoden, Pilze oder Viren auf andere Abwehrmechanismen zurückgreifen. Es kommen beispielsweise Saponine oder antimikrobielle Peptide zum Einsatz, die von den Pflanzen bereits vor einer Infektionen gebildet werden. Saponine zerstören z. B. die Plasmamembran von Pilzen. Andere Abwehrmaßnahmen leiten Pflanzen erst während einer Infektion ein.

Abwehrsysteme gibt es aber nicht nur bei diesen Eukaryoten, sondern auch bei Prokaryoten (CRISPR und SPARTA[1] bei Bakterien und Archaeen gegen Viren und Plasmide) und sogar bei Riesenviren (MIMIVIRE bei den Mimiviridae gegen Virophagen).
Mechanische und biochemische Barrieren

Die mechanischen und biochemischen  Barrieren und Abwehrmechanismen des Körpers sind die erste  Verteidigungslinie gegen Krankheitserreger. Sie sorgen dafür, dass die Pathogene erst gar nicht in den Körper eindringen können oder ihn möglichst schnell wieder verlassen. Sie sind nicht zur Immunantwort befähigt und daher auch kein Teil des Immunsystems.[2]

  • Haut – äußere Schicht als Barriere, Talg, Schweiß und Normalflora als Wachstumsbremsen für pathogene Mikroorganismen
  • Schleimhaut – Bindefunktion des Schleims
  • Augen – Abtransportfunktion der Tränen, antimikrobielles Enzym Lysozym bekämpft Mikroorganismen
  • Atemwege – Bindefunktion des Schleims, Abtransportfunktion der Flimmerhärchen
  • Mundhöhle – antimikrobielles Enzym Lysozym im Speichel bekämpft Mikroorganismen
  • Magen – Magensäure (die Salzsäure enthält) und Eiweiß abbauende Enzyme zerstören fast alle Bakterien und Mikroorganismen
  • Darm – Infektabwehr durch anwesende Bakterien (Darmflora), Abtransportfunktion durch ständige Entleerung und das sogenannte darmassoziierte Immunsystem (Gut Associated Lymphoid Tissue, GALT) und antibakterielle Proteine
  • Harntrakt – Abtransportfunktion durch ständige Harnausspülung sowie osmotische Effekte der hohen Harnstoffkonzentration.

Unspezifisches und spezifisches Immunsystem

Es gibt zwei verschiedene Mechanismen des Immunsystems, zum einen die angeborene und daher erregerunspezifische Abwehr, zum anderen die erworbene erregerspezifische Abwehr.

Angeborene oder unspezifische Immunabwehr
Schon sehr früh in der Stammesgeschichte der Lebewesen entwickelte sich die unspezifische oder angeborene Immunabwehr (engl. innate immunity). Dazu zählen anatomische und physiologische Barrieren wie Epithelien, aber auch zellvermittelte Gegenwehr durch Phagozytose, sowie allgemein entzündliche Reaktionen und das Komplementsystem. Die angeborene Immunantwort findet innerhalb von Minuten statt, ist aber durch die Erbinformation lebenslang festgelegt.

Adaptive oder spezifische Immunabwehr
Die adaptive  oder spezifische Immunabwehr, früher auch als „erworbenes Immunsystem“ bezeichnet, entwickelte sich im Laufe der Stammesgeschichte der Wirbeltiere später als die angeborene Immunabwehr. Sie zeichnet sich durch eine hohe Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen oder veränderten Pathogenen  (Krankheitserregern) aus, benötigt dafür aber deutlich längere  Reaktionszeiten – bis zu 14 Tagen. Nach der Anpassung an neue oder  veränderte Pathogene sind die Zellen der adaptiven Immunabwehr in der Lage, spezifische Antigene  der Angreifer zu erkennen, gezielt zelluläre Abwehrmechanismen gegen  diese einzusetzen und speziell auf die Antigene der Angreifer  zugeschnittene Antikörper zu bilden. Neben den antigenpräsentierenden Zellen (APC), wie z. B. den dendritischen Zellen, sind zwei Zellgruppen wesentliche Elemente der adaptiven Immunabwehr; zum einen die T-Lymphozyten, welche die adaptive Immunantwort sicherstellen und die B-Lymphozyten unterstützen und zum anderen die B-Lymphozyten, welche die humorale Immunantwort sicherstellen und für jene Abwehrmaßnahmen sorgen, die sich über sezernierte Antikörper gegen Pathogene in den Körperflüssigkeiten (lateinisch Humores) richten. Nach der Infektion bleiben spezifische Antikörper und Gedächtniszellen erhalten, um bei erneutem Kontakt mit dem Krankheitserreger binnen kurzer Zeit eine angemessene Abwehrreaktion zu ermöglichen. Das adaptive Immunsystem ersetzt nicht das angeborene  Immunsystem, sondern die verschiedenen Bestandteile des Immunsystems  bedingen sich gegenseitig. Erst durch ein gut koordiniertes  Zusammenspiel der angeborenen und adaptiven Immunabwehr wird die  komplexe Immunreaktion des Körpers ermöglicht.[3]
Erst in den Jahren 2005–2007 wurde das CRISPR-Cas-System in vielen Bakterien und Archaeen entdeckt. Es ist ein vollständiges adaptives Immunsystem gegen Viren und mobile DNA.[4][5][6]

Bestandteile
Die Bestandteile des Immunsystems sind:
  • Zellen, wie zum Beispiel Granulozyten, natürliche Killerzellen (NK-Zellen) oder T-Lymphozyten. Sie sind teilweise zu spezialisierten Organen (→ Lymphatisches System) zusammengefasst.
  • Proteine, die als Botenstoffe oder zur Abwehr von Krankheitserregern dienen
  • psychische Immunfaktoren."

Zitat Ende.

Was gehört zu einem gut funktionierenden Immunsystem?

1.) Antikörper / Immunglobuline ("1. Kette des Immunsystems")

Es werden derzeit folgende Klassen von Antikörpern unterschieden:


Daneben sind noch die Immunglobuline W (in verschiedenen Fischen)  und  die Immunglobuline Y (im Serum von Hühnern) bekannt.

Die Ausprägung der Antikörper in unserem Körper hängt ab von

    1. Virulenz
    2. Menge der Erreger
    3. Milieu des Körpers
Unter dem "Milieu des Körpers" versteht man alle Lebensbedingungen, die der Krankheitserreger in unserem Körper vorfindet.
Wichtige Indikatoren des Körpermilieus sind:
      • Sauerstoffmangel
      • Übersäuerungszustände


2.) Kälteadaptation


3.) Gesundheitsfördernde Bakterien

Durch welche Einflüsse werden gesundheitsfördernde Bakterien zerstört?

    1. Antibiotika
    2. Desinfektionsmittel
    3. Weichspüler und chemische Waschmittel
    4. Austrocknen der Schleimhäute


4.) Förderung von gesundheitsfördernden Bakterien (z. B. durch Supplementierung)

Als Supplementierung (von lateinisch supplere: „ergänzen, ersetzen“) wird in der Medizin die gezielte und ergänzende Aufnahme von Nährstoffen  anstelle oder zur Ergänzung der gewöhnlichen Nahrung bezeichnet.


5.) Leukozyten / Weiße Blutkörperchen ("2. Kette des Immunsystems")


6.) Lymphatisches System / Lymphsystem ("3. Kette des Immunsystems")

Abschließend sei noch auf die Psychoneuroimmunologie hingewiesen.

Vgl. dazu Wikipedia, Artikel "Psychoneuroimmunologie" (Aufruf vom 25.10.2023; Zitat):

"Die Psychoneuroimmunologie (PNI) oder Psychoimmunologie ist ein interdisziplinäres Forschungsgebiet, das sich mit der Wechselwirkung der Psyche, des Nervensystems und des Immunsystems beschäftigt. [...] Eine  Grundlage ist die Erkenntnis, dass Botenstoffe des Nervensystems auf  das Immunsystem und Botenstoffe des Immunsystems auf das Nervensystem  wirken. Schnittstellen der Regelkreise sind das Gehirn mit der Hirnanhangdrüse, die Nebennieren und die Immunzellen. Beispielsweise besitzen Neuropeptide die Eigenschaft, an Immunzellen anzudocken und z. B. sowohl die Geschwindigkeit als auch die Bewegungsrichtung von Makrophagen zu beeinflussen. Durch diese Grundlage werden Erklärungen möglich, warum  psychologische und psychotherapeutische Prozesse sich nachweisbar auf  körperliche Funktionen auswirken (Psychosomatik). Im Mittelpunkt steht die Wirkung der Psyche auf das Immunsystem, z. B. warum Stress Immunfaktoren negativ beeinflussen kann."

Angst kann unser Immunsystem negativ beeinträchtigen.

Positives Denken dagegen stärkt in aller Regel unser Immunsystem.

Rainer Langlitz


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