Risikomanagement, Kontrollsucht, Angst, Impfzwang und die Corona-Pandemie

Direkt zum Seiteninhalt

Risikomanagement, Kontrollsucht, Angst, Impfzwang und die Corona-Pandemie

Rainer Langlitz
Veröffentlicht von Rainer Langlitz in Essays · 16 November 2021
Risikomanagement, Kontrollsucht, Angst, Impfzwang und die Corona-Pandemie

Das Horror-Szenarium einer "1984-Gesellschaft"

Wie wollen wir als Gesellschaft gegenwärtig und zukünftig mit Risiken umgehen?

Wie ist mit dem Risiko umzugehen?

a) mit dem persönlichen Risiko zu erkranken bzw. zu sterben?

b) mit dem gesellschaftlichen Risiko, andere durch die persönliche Lebensweise zu gefähren bzw. zu belasten?

Können/dürfen/sollten wir jegliches Risiko ausschalten?

Bei "Hart aber Fair" am 15. November 2021 hat die Philosophin, Frau Dr. Svenja Flaßpöhler, ein für mich interessantes Argument in Bezug auf einen Impfzwang in den gesellschaftlichen Diskus eingebracht.

Es geht bei diesem Argument um das Risikomanagement.

In der Tat gibt es ein bestimmtes Risiko für ältere und vorerkrankte Menschen, wegen COVID-19 intensiv auf einer Krankenhausstation behandelt werden zu müssen.

Dieses Risiko ist zu diskutieren.

Wegen dieses Risikos u. a. hat man bei "Hart aber Fair" über die Einführung eines Impfzwanges diskutiert.

Allerdings sagt nun Frau Dr. Flaßpöhler:

"Wie ist das mit dem Risiko und dem dazu gehörigen Risikomanagement in Bezug auf den nicht wegzudiskutierenden Klimawandel? Sind die Gesellschaft, die Politik und die Wirtschaft in diesem Punkt des Risikos für zukünftige Generationen auch so rigoros und wollen von jetzt auf sofort das Fliegen und Flugzeuge (Cerosin-Ausstoß), das Auto und das Autofahren (Benzin und Diesel) oder den Müll und die Müllverbrennung (zusätzliche CO²-Emission) verbieten?"

Wie stehen Sie, liebe Leserinnen und Leser, zu diesem Argument?

Wie gehen Sie mit dem Risiko um?

---> mit dem persönlichen Risiko zu erkranken bzw. zu sterben?

---> mit dem gesellschaftlichen Risiko, andere durch die persönliche Lebensweise zu gefähren bzw. zu belasten?


a) Wollen wir per se ungesunde Lebensweise (Rauchen, süßes und fettes Essen etc.) oder Risiken wie Formel I bzw. gefährliche Sportarten zukünftig verbieten?

b) Wollen wir mehr und mehr unweltbelastende Aktionen wie das Autofahren, das Benutzen eines Flugzeugs oder den CO²-Ausstoß bzw. die Müllproduktion zukünftig mehr und mehr sanktionieren bzw. besteuern?

c) Wollen wir zukünftig weiterhin eine freie Gesellschaft oder wollen wir uns als Bürgerinnen und Bürger wie Kinder behandeln lassen, denen man vorschreiben kann, wie sie sich zu verhalten haben?

d) Wollen wir alle Risiken zukünftig aus der Welt schaffen? Wollen wir also eine zwanghafte, kontrollsüchtige Regierung in allen Ländern dieser Welt installieren?


Ich finde, das Argument der Philosophin Frau Dr. Flaßpöhler muss unbedingt berücksichtigt werden bei der Diskussion um einen allgemeinen Impfzwang!

Wenn schon ein Risiko für Menschen, für die Gesellschaft und sogar für die Existenz dieses Planeten in Bezug auf die ganze Menschheit besteht, dann bitte eine allumfassende Diskussion!

Der Versuch jedoch, jedes Risiko von Menschen und von der Gesellschaft fernzuhalten, erzeugt eine zwanghafte Gesellschaft, die unter starken Ängsten steht.
 
Für das Fernhalten aller Risiken von Menschen ist eine Gesellschaft nicht vorgesehen.
 
Das Leben ist ein Risiko und birgt Risiken. Das Leben ist ein lebensgefährliches Leben.
 
Dass das Leben ein Risiko ist, zeigt allein die Tatsache, dass wir einmal sterben müssen.

Wer nicht bereit ist, bestimmte Risiken zu akzeptieren, driftet in die Zwanghaftigkeit ab und mutiert zu einem Angst-besetzen Wesen.
 
Wir wissen von der Psychologie (Fritz Riemann et. al.), dass mit der Forcierung der Risikominimalisierung eine Zwanghaftigkeit und eine Kontrollsucht ausgelöst werden.
 
Ängste sind zwar zur Kontrolle von Menschen geeignet, und vielleicht ist das ja auch gerade gewünscht. Aber sinnvoll und angenehm ist dies für uns Menschen als Gesellschaft keineswegs:

Jeder Spaß und jedes Vergnügen werden damit verloren gehen!

Es wird zu restriktiven, strengen und rigoros verordnenden Verboten kommen, wenn versucht werden wird, alle Risiken von Bürgerinnen und Bürgern fernzuhalten.  

Die von George Orwell in seinem Werk "1984" beschriebene Gesellschaft ist eine kontrollierte Gesellschaft, die sogar dazu übergegangen ist, die Liebe und den Sex kontrollieren zu wollen.

Wollen wir zukünftig eine solche Gesellschaft?

Bitte man darüber nachdenken!

Rainer Langlitz


Es gibt noch keine Rezension.
0
0
0
0
0

Zurück zum Seiteninhalt