Palast-Revolte in Moskau als Friedensstrategie: mein Plädoyer für stärkere Sanktionen gegen Putin und das Kreml-Regime

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Palast-Revolte in Moskau als Friedensstrategie: mein Plädoyer für stärkere Sanktionen gegen Putin und das Kreml-Regime

Rainer Langlitz
Veröffentlicht von Rainer Langlitz in Essays · 20 April 2022
Palast-Revolte in Moskau als Friedensstrategie: mein Plädoyer für stärkere Sanktionen gegen Putin und das Kreml-Regime

Wird die Welt näher zusammenrücken und sich solidarisieren gegen das Putin/Kreml-Regime?

Was ist die Bedeutung und das Ziel meines Plädoyers?

Der Ost-West-Konflikt schien bereits beendet (siehe meinen Blogbeitrag vom 18. April 2022, Link, hier).

Wie könnte nun eine Strategie in diesem erneuten Ost-West-Konflikt lauten, um Russland zum Einlenken zu bringen bzw. zu zwingen?

Ich plädiere zwar dafür, einerseits Waffen an die Ukraine zu liefern, aber zusätzlich auch noch heftigere wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland zu verhängen.

Ziel muss ein inner-russischer Aufstand innerhalb der russischen Bevölkerung sein/werden:
Wenn ein Volk kein Brot mehr hat, dann geht es auf die Barrikaden.
Das muss das Ziel sein; und dazu braucht es einen langen Atem.

Es muss zur sog. 'Palast-Revolte' in Russland durch das russische Volk selbst kommen - ähnlich wie damals in der DDR.

Problem ist nur, dass Menschen in der Ukraine massenhaft zu Tode kommen. Dass man dann nach Waffen ruft, ist verständlich.

Aber die Situation ist sehr prekär: Putin ist fast alles zuzutrauen.

Die Revolution muss also von innen kommen: von der russischen Bevölkerung selbst.

Eine notwendige Sanktion gegen Russland wird ein Gas- und Öl-Embargo sein!

Es war eine sehr wichtige Meldung (Link, hier), dass die EU Flüssiggas aus den USA erhalten wird als Ersatz für das Gas aus Russland, denn das Gas- und Öl-Embargo gegen Russland muss durchgeführt werden.

Mit dem Umsatz für die Gas- und Öllieferungen in die EU finanziert Putin größtenteils seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Auf der anderen Seite muss die Energieversorgung der EU im nächsten Winter gesichert sein.

Deswegen ist die Meldung, dass die USA die EU mit Flüssiggas versorgen wollen, so wichtig.

Es geht um die herbeizuführende "Palast-Revolte" gegen Putin, d. h. das eigene russische Volk muss dazu gebracht werden, sich gegen ihren Diktator Putin zu erheben. Dazu muss der Druck auf den Kessel, auf dem der Kreml sitzt, erhöht werden. Leider hat damit auch das russische Volk unter diesen Sanktionen dann zu leiden.

Putin muss früher oder später weg von der Weltbühne:

a) Putin hat ein gestörtes Verhältnis zum Westen.
b) Putin unterdrückt sein eigenes Volk.
c) Putin unterstützt Korruption und ist selbst korrupt.
d) Putin ist eine Gefahr für den Weltfrieden.

Um zu erreichen, dass dieser Diktator Putin aufgibt, muss die "Palast-Revolte" herbei geführt werden.

Diese "Palast-Revolte" setzt ein Gas- und Öl-Embargo gegen Russland voraus.

Die westliche Staatengemeinschaft sollte vor den Nukleardrohungen Russlands keine Angst haben. Russland spielt auf perfide Weise in Form dieser Drohung mit der Angst. Der Westen soll Angst bekommen. Putin und das russische Regime wollen mit dieser Angstmacherei erreichen, dass der Westen den Annektierungskrieg Putins  gewähren lässt. Ein Nuklearangriff Russlands würde gleichzeitig das absolute Ende Russlands bedeuten.

Alles muss nun genau durchdacht werden.

Fällt die Ukraine, dann könnte sich das Großmachtstreben Russlands auf das restliche Europa ausdehnen.

Dies muss unter allen Umständen verhindert werden.

Putin scheint sich mit seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine verkalkuliert zu haben.

Putin hat sich mit diesem Krieg selbst an den Rand gedrängt.

Es ist wichtig, dass die westlichen Staaten nun alle zusammenhalten:
die USA, die NATO und die EU.

Die Autokratie Russlands wird früher oder später kollabieren.

Der Schuss Putins ging insofern nach hinten los.

Der Kolumnist, Sascha Lobo, spricht in einem Spiegel-Artikel (Link, hier) vom 09. März 2022 davon, dass die westliche Welt einen Wirtschaftskrieg gegen Russland führt.
Initiatior dieses Krieges war und bleibt jedoch Russland!
Lobo vergleicht es mit dem Abwurf einer Atombombe, wenn man Russland die ERP-Systeme (Unternehmens Software) abschalten würde.

Diese wirtschaftliche Option besteht!

Russland hat sich auf dämliche und naive Weise verkalkuliert.
Russland fühlt sich in die Ecke gedrängt.

In Wahrheit sind Russland und die anderen kommunistischen Staaten "spoilsports" (Spielverderber):

Sie wollen nicht mitspielen beim Spiel des Westens.
Sie versuchen - auf Teufel komm raus - ihr kommunistisches Wirtschaftssystem aufrecht zu halten - wohl wissend, dass es immer mehr zerbröckelt.

Der Westen muss zusammen stehen.
Der Westen muss zusammen halten.
Der Westen muss einen langen Atem unter Beweis stellen.

Aus "West" und "Ost" muss eine (!) Welt werden, die auch Rücksicht auf die ärmsten Länder und Menschen im Süden dieser Welt (Afrika z. B.) nimmt.

Es wird zu fragen sein, wie dies gelingen kann.

Schon George Orwell hatte in seinem Werk "Die Farm der Tiere" den Kommunismus heftigst kritisiert:

Kaum haben die Tiere ihren sie unterdrückenden Bauern (Zaren) verjagt, übernehmen die Schweine auf der Farm das Kommando und entwerfen merkwürdige Gesetze (Kommunismus), indem sie postulieren:

"All animals are equal, but some are more equal."

Die Schweine fressen sich dann auch wieder auf Kosten der anderen fett und lassen ihre Untertanen mehr oder weniger an der kurzen Leine und quasi verhungern, während sie sich fett fressen.

Ähnlich ist es auch mit den kommunistischen Staaten heutzutage, so dass der Vergleich Orwells sehr, sehr berechtigt, zieltreffend und aktuell ist:

Auch heute laufen die kommunistischen Machtinhaber mit Anzug und Krawatte und mit teuren Jacken ("die Millionen-Rubel-Jacke Putins") durch die Gegend, während das eigene Volk für Essen anstehen muss, wie es eben in solchen kommunistischen Ländern üblich ist.

Der Kommunismus ist in Wahrheit gar kein Kommunismus, sondern eine Art Autokratie von wenigen reichen Oligarchen und von korrupten Machtinhabern, die in Saus und Braus leben, während das eigene Volk hungert und arm ist.

Rainer Langlitz


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