Mein Ansatz für einen Exit aus der Corona-Pandemie

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Mein Ansatz für einen Exit aus der Corona-Pandemie

Rainer Langlitz
Veröffentlicht von Rainer Langlitz in Corona · 16 Oktober 2021
Mein Ansatz für einen Exit aus der Corona-Pandemie


Exit aus der Pandemie? Manchmal erscheint einem der Sprung aus dem Fenster als Exit - angesichts dieses ständigen Drucks der Politik hinsichtlich eines indirekten Impfzwangs mit Hinarbeitung zum allgemeinen und direkten Impfzwang - der einzige Ausweg zu sein.

Aber noch glaube ich an eine vernünftige und an keine (!) extreme (!) Lösung seitens der Politik mit Hilfe der "Brechstange"...

Eine Impfpflicht war von der Politik ausgeschlossen worden, was auch richtig ist.

Diskursiver-demokratischer Dialog bedeutet:

Es gibt eine bestimmte Meinung unter A zu einem gesellschaftlichen Problem (eine These, eine Forderung etc.).

Es gibt entgegen zu A eine Meinung B (Antithese).

Nun sollte aus A und B die Synthese aus These und Antithese gefunden werden.

Was heißt das in Bezug auf die sogenannte Corona-Pandemie?

Die Gruppe unter A würde in etwa fordern: "Wir brauchen die Anwendung des kompletten Maßnahmenkatalogs bis hin zu einem allgemeinen Impfzwang!"

Die Gruppe unter B fordert dementgegen: "Nein! Mit mir nicht - Weder eine Impfung, noch eine Test- und Maskenpflicht akzeptiere ich!"

Wie könnte nun eine Synthese aus A und B lauten?

Mit Hilfe der Einführung des Point-of-Care-Testing (PoC) und der Ausweitung dieser Testungen lief es in Deutschland ganz gut.

Mein Lösungsansatz für einen Exit aus der Corona-Pandemie ist - vorsichtig ausgedrückt - einerseits das Prinzip von "Fördern und Fordern".

  • Förderung von Gesundheit (siehe unten).

  • Fordern von negativen Corona-Tests für bestimmte Zutrittsvoraussetzungen zu bestimmten gesellschaftlichen Bereichen.

Unter bestimmten Umständen könnte man ein (tägliches) Corona-PoC-Testing mit negativem Corona-Zertifikat fordern als Zugangsvoraussetzung für bestimmte (!) gesellschaftliche Bereiche.

Fällt der Test positiv aus, dann bleibt die betroffene Person zu Hause oder geht zum Arzt. Je nach Symptomlage weiß man ohnehin, dass etwas nicht zu 100% mit einem stimmt:

Wenn ich Fieber oder Husten habe, dann gehe ich sowieso zum Arzt und schleppe mich nicht auch noch an den Arbeitsplatz.

Meines Erachtens wäre das die Mitte (Synthese) aus A und B.

Eine 100-%-ige Safety ist jedoch auf der anderen Seite nicht möglich, ist nicht denkbar!

Wir können in keinem Fall eine Null-Zero-COVID-Strategie fahren: Das ist undenkbar, weil es einfach unrealistisch ist.

Ein Impfzwang in der Hoffnung, auf diese Weise der Situation Herr zu werden, ist utopisch:

Wir können nicht jeden Menschen auf der ganzen Welt impfen! Wir können nicht die ganze Welt durchimpfen...das ist eine sehr extreme Variante, die einer Allmachtsphantasie à la Bill Gates sehr nahe kommt!

Wir können uns lediglich einer bestimmten Sicherheit durch Vorsorge annähern.

Das Leben ist ein Risiko: das Leben ist lebensgefährlich!

Wer dies nicht akzeptieren kann, der bleibt am besten von vornherein in seinen vier Wänden und verschläft sein Leben!

Allgemein sollten die folgenden drei Grundsätze gelten:

1.) Gesunde Menschen, bei denen keine Corona-Infektion nachweisbar ist und die auch keine gravierenden Symptome aufweisen, dürfen nicht (!) vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen und ausgegrenzt werden.

2.) Wer Angst hat, soll und darf sich impfen lassen gegen das Corona-Virus.

3.) Wer aber Angst vor der Impfung hat oder wer sich bewusst nach eigener Einschätzung gegen die Impfung entschieden hat, darf (!) nicht gezwungen werden, sich impfen zu lassen.

Wer sich nicht impfen lassen will, dem kann man doch die Impfung nicht aufzwingen!

Wir sind eine freie Demokratie und keine Diktatur.

Da eine 100 %-ige Safety nicht möglich und nicht denkbar ist, muss es um Folgendes gehen:

Die Geschäfte des täglichen Bedarfs müssen leider einem niedrig-schwelligen Risiko ausgesetzt bleiben.

Die Geschäfte über den täglichen Bedarf hinaus sollten sowohl für Geimpfte als auch für Nicht-Geimpfte einer Stufen-Regelung unterworfen werden:

Das heißt:

Je weniger notwendig hinsichtlich der Existenz des einzelnen Bürgers und  der einzelnen Bürgerin ein gesellschaftlicher Bereich für uns  Bürgerinnen und Bürger ist, desto eher sollte eine Testpflicht denkbar  sein, wenn die berechtigte Angst besteht, dass man sich in dem Geschäft  einer Infektion aussetzen könnte.

Anders formuliert: Dort, wo realistisch getestet werden kann, könnte eine Sicherheit erreicht  werden, wenn die Teststrategie ausgebaut wird.

Beispiele:

a) Die Gottesdienste sind nicht zwingend notwendig. In einem sonntäglichen Gottesdienst sollten nur Getestete erlaubt sein. Ich  verstehe ohnehin nicht, warum die Gottesdienste völlig frei von der 2G-  und der 3G-Regel sind.

b) Die Unternehmen sollten einer Testpflicht unterworfen sein: ca. 2 x in der Woche.

Sollten Kindertagesstätten und Schulen von der Testpflicht ausgenommen werden, da Kinder und Jugendliche nicht so sehr von COVID-19 und schweren Verläufen bedroht sind?

Hier ist eine Analyse der Unternehmen einschließlich der Gotteshäuser notwendig, sprich: es muss analysiert werden, in welche Bereiche die Gesellschaft aufgeteilt werden muss bzw. müsste hinsichtlich des Infektionsgeschehens:

Wo finden bzw. fanden denn überhaupt Infektionen statt? Wo besteht denn überhaupt eine realistische Gefahr? Und: welche Menschen sollten geschützt werden? Wie kann mehr Aufklärung geschehen hinsichtlich der Verbesserung unseres Immunsystems und unserer Gesundheit?

Dann muss darüber diskutiert werden, wie die Tests sicherer werden bzw. wie die Tests finanziert werden (können).

Nur so lässt sich ein Freedom-Day möglicherweise in naher Zukunft ausrufen, um alle Teile der Gesellschaft zusammen zu halten.

Es bestand Angst. Es wurde eine Impfmöglichkeit angeboten. Wer Angst hatte, durfte und konnte sich impfen lassen.

Alles andere darüber hinaus ist Humbug, Kokolores und dummes Zeug! Ich bitte um Entschuldigung an dieser Stelle.

Fakt ist, dass die Impfung keine Lösung ist und keine ultima ratio sein kann.

Warum nicht?

Es ist völlig unrealistisch, die ganze Welt durchzuimpfen bis auf jeden kleinsten Menschen an jeder Ecke dieses Globus.

Es ist eine Allmachtsphantasie, alle Menschen kontrollieren zu wollen, ob sie geimpft oder nicht geimpft sind.

Das geht pragmatisch gar nicht!

Und wir wissen, dass selbst Geimpfte das Virus bekommen, weitergeben und selbstverständlich auch erkranken können.

Wir haben gesehen im Jahr 2020, dass es sich in den überwiegenden Fällen lediglich um milde COVID-19-Symptomverläufe handelt, die sehr gut kuriert werden können.

Es ist naturgegeben, dass ein Mensch mit Fieber und Symptomen meistens und besser von sich aus zu Hause bleibt und sich nicht auch noch an den Arbeitsplatz quält.

Eben gerade bekam ich von der SPD eine Antwort auf meine 10 Fragen.

Zur Erinnerung: Mein offener Brief mit den 10 Fragen an die Politik (Link, hier).

Leider muss ich konstatieren, dass die Antwort - wie es ja auch leider erwartet werden musste - sehr sehr dürftig ausgefallen ist.

Die Antwort war in etwa zu verstehen, dass gesagt wird:

Zitat:  

"Je mehr Menschen sich impfen lassen, umso schneller können wir alle in unser gewohntes Leben zurückkehren."

Zitat Ende.

Diese Antwort ist leider nicht befriedigend, denn:

1.) Die Impfquote liegt ja bereits bei über 80 %, wohingegen - wie gesagt - im Dezember 2020 lediglich 60 % an Impfquote angestrebt waren als Ziel, um das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen.  

2.) Was bedeutet denn die Formulierung "Je mehr, ... um so schneller"? Wo ist denn das maximal Erreichbare an impfwilligen und impfbereiten Menschen?

3.) Dies ist schlechterdings der falsche Ansatz, liebe SPD, denn, 100 % an Impfquote sind undenkbar, denn sonst haben wir eine Impfdiktatur, die sich antidemokratisch gegen Menschen wendet, die es ablehnen, sich impfen zu lassen!

Nochmals:  Wir können kein sozusagen "Min-Max-Prinzip" gesellschaftlich anwenden:  Ein Min-Max-Prinzip bedeutet in diesem Zusammenhang ein Minimum an ungimpften Menschen und ein Maximum an Freiheit und Genuss mit einem ewigem Leben.  Das sehen unser Leben und eine Gesellschaftsform nicht vor!

Wir können uns lediglich - und das ist quasi ohnehin aufgrund des Selbsterhaltungstriebes des Menschen, wie es Sigmund Freud zurecht genannt hat, auch der Fall - an eine bestimmte Sicherheit herannähern. Wir erreichen sie aber niemals zu 100 %.

Der Krieg gegen Mikroben ist ...

a) ein - wenn man so will - asymmetrischer Krieg, der nicht gewonnen werden kann. Ähnlich kann Terror nicht zu 100 %  vermieden werden: eine 100 %-ige Kontrollmöglichkeit ist eine Utopie.

b) darüber hinaus gar nicht notwendig, wie ich in meinem Blogartikel vom 16. Oktober 2021 darzulegen versucht habe unter folgendem (Link, hier)

Insofern bin ich etwas bis stark enttäuscht über diese dürftige Antwort seitens der SPD, die mir heute auf meine 10 Fragen vom 13. Oktober 2021 folgendermaßen geantwortet hat:

"Je mehr Menschen sich impfen lassen, umso schneller können wir alle in unser gewohntes Leben zurückkehren."

Ein bisschen mehr Phantasie, Einfallsreichtum und Problemlösestrategie hätte ich mir schon gewünscht an dieser Stelle.

Wir wissen stattdessen, dass selbst Geimpfte das Virus bekommen, weitergeben und selbstverständlich auch erkranken können.
 
 

Ergo:
 
 
Es muss gefragt und beantwortet werden:
 
 
Wie können wir Gesundheit fördern?


Wie kann das Gesundheitssystem reformiert werden?


Wie kann das Gesundheitssystem finanziell entlastet werden?


Wie können wir Anreize für eine gesunde Lebensführung schaffen?
 
 
Wie können wir eine gesunde Lebensführung staatlicherseits belohnen?
 
 
Wie muss über Gesundheit und über Krankheiten aufgeklärt werden?
 
 
Wie kann Hygiene und alles, was gesundheitsfördernd ist, verbessert werden?
 
 
Ich versuche an dieser Stelle, für ein Modell zu werben:
 
 
Einführung eines Belohnungs-Punkte-Systems, mit dem wir Bürgerinnen und Bürger belohnt und entlastet werden (z. B. von einem Teil der Sozialversicherungsbeiträge), wenn nachgewiesen wird, dass sich eine Person gesund und präventiv verhält:
 
Wer z. B. den Konsum von z. B. Nahrungsergänzungsmitteln (Mikronährstoffe) per Kaufbeleg nachweisen kann oder wer z. B. regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt wahrnimmt bzw. wer sich nachweislich gesund und präventiv verhält, der sollte belohnt und entlastet werden, weil diejenigen, die sich so verhalten, in der Regel weniger krank sind und deswegen weniger oft das Gesundheitssystem beanspruchen (müssen).
 
 
Es müssen Anreize und ein Belohnungs-System geschaffen werden, denn wir wissen von der Motivationsforschung, dass Belohnung zur Verhaltensänderung führt bzw. führen kann.
 
 
Ähnliches kennen wir vom Bonusheft beim Zahnarzt.
 
 
Wieso wird so etwas nicht gemacht und umgesetzt?


Resümee:

Es gibt eine Gruppe von Menschen, die eine Corona-Impfung kategorisch ablehnen. Diese Gruppe von Menschen würde man mit der Einführung eines Impfzwanges quasi wie mit einem Panzer überrollen.

Das kann nicht gewünscht sein in einem Deutschland im Jahr 2021.

Andererseits muss aber auch die Gruppe der Maßnahmen-Gegner konzedieren, dass eine Synthese gefunden werden muss.

Ich plädiere deshalb für eine bestimmte Art von Testpflicht für alle geimpften und nicht-geimpften Menschen als Zugangsvoraussetzung für bestimmte (!) gesellschaftliche Bereiche.

Diese Testpflicht und deren Finanzierung sind weiterhin gesellschaftlich diskursiv zu diskutieren.


Rainer Langlitz



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