"Zankapfel Bibel": Zugangsweisen zur Bibel

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"Zankapfel Bibel": Zugangsweisen zur Bibel

Rainer Langlitz
Veröffentlicht von Rainer Langlitz in Theologoumena · 16 April 2023
"Zankapfel Bibel": Zugangsweisen zur Bibel

 
Vgl. dazu das gleichnamige Buch (Herausgeber Ulrich Luz)

Zitat:

"Die evangelischen Kirchen wollen Kirchen der Schrift sein. Nach der reformierten Lehre ist die Bibel klar, eindeutig und verständlich. Sie gibt der Kirche Grundlage und Ausrichtung. Die Wirklichkeit aber sieht anders aus: die Bibel ist vieldeutig, man kann mit ihr fast alles begründen. So kommt es, daß die Bibel in unseren evangelischen Kirchen nicht so sehr ein gemeinsames Fundament, sondern eher ein immerwährender Zankapfel zwischen verschiedenen Gruppen ist. In dieser Situation versuchte die Theologische Kommission des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes mit ihrem 'Bibelprojekt' Brücken zu schlagen und Gespräche zwischen Vertretern verschiedener Zugangswege zur Bibel zu ermöglichen. Dazu lud sie den Fundamentalisten Prof. Dr. Ernst Lerle, den Evangelikalen Pfr. Dr. Wolfgang Bittner, die Feministin Denise Jornod, den Neutestamentler Prof. Dr. Daniel Marguerat sowie Pfr. Rolf Kaufmann als Vertreter der tiefenpsychologischen und Dr. Kuno Füssel als Vertreter der materialistischen Interpretation zu einem Gespräch ein. 'Zankapfel Bibel' ist die Frucht dieses Gespräches: Die sechs Autoren beschreiben ihre grundlegenden Annahmen und Positionen und interpretieren alle denselben Bibeltext (Mk 6,30–44, die Speisung der 5000). Der Herausgeber, Prof. Dr. Ulrich Luz, vergleicht diese verschiedenen Zugangswege und sucht nach Trennendem und Gemeinsamen. Das Buch ist eine Aufforderung und Hilfe zum Gespräch. Es soll daran erinnern, daß die eine Bibel die Grundlage ist, auf die sich alle Zugangswege beziehen. So möchte es mithelfen, daß auch anderswo, in Gemeinden und zwischen Kirchen und Gruppen, solche Gespräche stattfinden können."

Zitat Ende.

Welcher Zugang bzw. welche Zugänge zur Bibel wäre(n) angemessen?

Welchen Zugang zur Bibel findest Du angemessen?

  1. Die Bibel als ganze im Sinne des Fundamentalismus als mögliche Anleitung für das ganze Leben. (siehe dazu als Problem z. B. den sog. „Brief an Dr. Laura“).
  2. Die Bibel in einer Tendenz vom Aspekt des Christlichen im Sinne des Evangelikalismus als geistliche Anregung für das Leben.
  3. Einzelne schöne / interessante Verse der Bibel entnehmen und diese hochhalten und präsentieren (quasi als „Fähnchen in den Wind halten“ im Sinne der Beliebigkeit).
  4. Wissenschaftlich im Sinne der historisch-kritischen Methode.
  5. Politisch (z. B. im Sinne des Pazifismus gemäß der Bergpredigt).
  6. Feministisch im Sinne der Befreiungstheologie und der Emanzipation der Frau.
  7. Tiefenpsychologisch (z. B. im Sinne von Dr. Eugen Drewermann).
  8. Gar kein Zugang zur Bibel im Sinne des Atheismus.
  9. Sekundäre Zugangsweise (z. B. im Sinne der Philosophie oder des Deismus).
  10. Weitere Zugangsweisen (z. B. interreligiös).

Es dürfte verständlich sein, dass ich als Deist der Bibel leider nur noch sekundäre Bedeutung beimesse [vgl. dazu auch meinen Blogbeitrag vom 28. September 2020 "Wahrheit und Bibel" (Link, hier)]:

Nicht die Bibel ist heilig, sondern alleinig Gott.

Rainer Langlitz


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