Klimawandel-Klimaneutralität-Klimarettung: Die Bedeutung von Photosynthese, von Bäumen und von CO²-Emissionen in Zusammenhang mit den Ursachen und Folgen des Klimawandels

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Klimawandel-Klimaneutralität-Klimarettung: Die Bedeutung von Photosynthese, von Bäumen und von CO²-Emissionen in Zusammenhang mit den Ursachen und Folgen des Klimawandels

Rainer Langlitz
Veröffentlicht von Rainer Langlitz in Essays · 21 Mai 2023
Klimawandel-Klimaneutralität-Klimarettung: Die Bedeutung von Photosynthese, von Bäumen und von CO²-Emissionen in Zusammenhang mit den Ursachen und Folgen des Klimawandels


Einleitung:

Wie ist die Vorgehensweise Deutschlands (bzw. der Welt) in dieser wichtigen Frage des Klimawandels, der Klimaneutralität und der damit verbundenen Notwendigkeit der Klimarettung einzustufen?

Klimaneutralität bedeutet, dass durch menschliche Aktivität in Summe das Klima nicht beeinflusst wird.

Wer hat noch nicht von jenen Bewegungen des Klimaaktivismus wie Fridays for Future (FFF)oder Letzte Generation (LG) gehört?

Das sollte eine rhetorische Frage sein...

Wir unterscheiden zwei große Gruppen in Bezug auf das Klima und dessen Veränderungen:

1.) Klimaschützer bzw. Klimaaktivisten.
2.) Klimawandelleugner (kurz: Klimaleugner).

Derzeit erleben wir besonders in Deutschland nach Corona erneut eine Spaltung der Gesellschaft:

Die eine Gruppe der Gesellschaft macht ernst mit den Maßnahmen zur Klimarettung und betont dabei die Gefahren des menschenverursachten Klimawandels.

Die andere Gruppe leugnet dabei diesen menschenverursachten Klimawandel.

Aktuell erleben wir in Deutschland die Debatte um das Heizungsgesetz. Dazu schreibt das ZDF am 20. Mai 2023 in einem Artikel "Heizungsgesetz: Warum der Zeitplan wackelt" (Zitat):

"Ampel-Parteien nicht einig: Heizungsgesetz: Warum der Zeitplan wackelt. Viel Diskussionsbedarf, wenig Zeit: Ob das Heizungsgesetz noch vor der Sommerpause vom Bundestag beschlossen werden kann, scheint offen."

Zitat Ende.

So zitiert das ZDF in o. g. Artikel den SPD-Chef Lars Klingbeil: "Beim Heizungsgesetz sind wir nicht optimal gestartet. Es war unglücklich, dass wir zuerst über die Klimafrage geredet und nun das Soziale hinterhergeschoben werden muss."

Weltweit agiert der Weltklimarat (IPCC = Intergovernmental Panel on Climate Change, deutsch Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen) für die Belange des Klimas und des Klimaschutzes hinsichtlich der Gefahren, die mit dem Klimawandel verbunden sind.

Der Klimaschutz ist ein zentrales und medial breit rezipiertes Betätigungsfeld der Umweltbewegung, wobei die globale Erwärmung als ein Teil der globalen Umweltproblematik betrachtet wird, die auch mit dem Artensterben zusammenhängt. Im August 2018 begann die nun bekannte Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg, anfangs täglich und später jeden Freitag, vor dem schwedischen  Parlament „Schulstreiks für das Klima“ zu organisieren. Daraus entwickelte sich die globale Bewegung Fridays for Future (FFF), durch die der Klimaschutz in der öffentlichen Debatte weltweit und auch in Deutschland an Bedeutung gewann.

Die Letzte Generation (LG) ist ein Bündnis von Klimaaktivisten in Deutschland und Österreich. Es verfolgt das Ziel, durch Mittel des zivilen Ungehorsams Maßnahmen der deutschen und der österreichischen Bundesregierung gegen die Klimakrise zu erzwingen. Das Bündnis bildete sich 2021 aus Teilnehmern des Hungerstreiks der letzten Generation. Die Anfang 2022 begonnenen Aktionen bezeichnen die Aktivisten des Bündnisses als Aufstand der Letzten Generation. Der Begriff wurde gewählt, weil nach ihrer Ansicht die Überschreitung von Kippelementen im Erdklimasystem drohe und sie der letzten Generation angehörten, die noch in der Lage sei, „den völligen Erdzusammenbruch vielleicht noch aufzuhalten“. Kritik und Aufsehen erregt die Gruppe insbesondere, weil sich die Aktivisten neben anderen Protestformen bei vielen Aktionen auf dem Straßenbelag festkleben. In der Öffentlichkeit stoßen die Aktionen der Gruppe weitgehend auf Ablehnung.

Wie ist die Vorgehensweise Deutschlands (bzw. der Welt) in dieser wichtigen Frage des Klimawandels und der damit verbundenen Notwendigkeit der Klimarettung einzustufen?

                    
Fazit / Schluss



Hauptteil:

1.) Was ist die Bedeutung der Photosynthese für unser Klima und für die Atmosphäre?

2.) 10 Gründe, warum wir Bäume brauchen.

3.) Was sind die Ursachen des Klimawandels?

4.) Was sind die Folgen des Klimawandels?

5.) Auf welchem Rang der weltweiten CO²-Emittenten steht Deutschland?

6.) Was sind die wesentlichen Sektoren der CO²-Emissionen in Deutschland? Was bedeutet das für die CO²-Neutralität bzw. für die CO²-Bilanz in Deutschland?

7.) Auswertung für Deutschland: Was bedeutet dies für Deutschland in Bezug auf den CO²-Ausstoß?

8.) Wie ist die Differenz aus CO²-Bilanz und CO²-Bindungsfähigkeit durch Bäume in Deutschland?

9.) Wie ist die Rangliste der weltweiten CO2-Emittenten im Bezugsjahr 2018?

10.) Berichte des Weltklimarats (Intergovernmental Panel on Climate Change): IPCC-Reports

11.) Klimarettung: Effektivste Methode zur Klimarettung: Bäume pflanzen?

12.) Klimawandelleugnung und Klimaaktivismus.



1.) Was ist die Bedeutung der Photosynthese für unser Klima und für die Atmosphäre?

Als Pflanzen (lateinisch Plantae) werden Lebewesen bezeichnet, die sich nicht fortbewegen können und Photosynthese betreiben.

Dazu schreibt die Website ZAMG (Zitat):

"Für das Klima der Erde ist die Biosphäre im Kohlenstoffkreislauf von großer Bedeutung. Durch Photosynthese entziehen Pflanzen dem Meer und der Atmosphäre Kohlendioxid (CO2) und wandeln dieses mit Hilfe von UV-Strahlung in Sauerstoff und organischen Kohlenstoff um."

Zitat Ende.

Quelle:




2.) 10 Gründe, warum wir Bäume brauchen.

Grund 1: Sauerstoffproduzent Baum
Bäume produzieren wie alle Pflanzen auf der Erde Sauerstoff. Schon ein kleiner Baum von nur rund 20 Metern Höhe produziert circa 10.000 Liter Sauerstoff am Tag. Das reicht für 5 bis 10 Menschen, die am Tag je 500 bis 2.000 Liter Sauerstoff benötigen.                     

Grund 2: Kohlenstoffspeicher Baum
Bäumen binden Kohlenstoffe und bremsen den Klimawandel. Grund ist die Photosynthese, die die Bäume betreiben, um überhaupt zu wachsen. Bei diesem Prozess nehmen Bäume das mit für den Klimawandel verantwortliche Kohlendioxid aus der Luft auf. Unter Lichteinfluss zerlegen sie das Gas in seine Bestandteile und verwandeln es in organische Materialen wie zum Beispiel Holz. Für einen Kubikmeter Holz verbraucht ein Baum dabei durchschnittlich eine Tonne CO². Nebenprodukt der Photosynthese ist übrigens der Sauerstoff aus Grund 1.

Grund 3: Staubfilter Baum
Bäume gelten als die „Grüne Lunge“ der Städte. Das kommt davon, dass sie Stäube und Partikel aus der Luft filtern. Ein Baum filtert über seine Blätter oder Nadeln bis zu 100 Kilogramm Staub pro Jahr aus der Luft. Bei Regen fließt der gesammelte Staub am Stamm entlang in den Boden ab und ist dauerhaft aus der Luft entnommen.

Grund 4: Lebensraum Baum
Auf unsere Erde leben ungefähr 30 bis 60 Millionen Arten. Davon sind in Deutschland schätzungsweise 6.700 Tierarten auf Bäume und Wälder angewiesen. Bäume bieten Nistplätze, Nahrung, Lebensraum und Schutz für die unterschiedlichsten Tiere. Von kleinsten Insekten bis zu großen Raubtieren ist alles vertreten.

Grund 5: Nahrungsquelle Baum
Bäume bieten eine reichhaltige Nahrungsquelle für Mensch und Tier. Blätter, Nadeln und Knospen bieten gerade im Frühling eine lebenswichtige Grundlage für Wildtiere. Die Blütenpracht bietet Nahrung für Bienen, Hummeln und andere Insekten. Doch auch später im Jahr sind Bäume attraktiv. Sie bieten eine Fülle an Früchten, Nüssen, Beeren und Samen, dank derer die Tiere wohlbehalten über den Winter kommen.   

Grund 6: Schattenspender Baum
Bäume sind hervorragende Schattenspender. Im Sommer nutzen wir sie als natürlichen Sonnenschutz. Doch auch innerhalb des Hauses kann der Baum Vorteile bieten. Ein gut positionierter Baum kann bis zu 25 Prozent der Energie zum Heizen und Kühlen reduzieren. Ein einziger Baum verdunstet bis zu 500 Liter Wasser am Tag und leistet die Kühlleistung von 10 bis 15 Klimaanlagen. Das bedeutet, dass an heißen Sommertagen im Schatten der grünen Riesen die gefühlte Temperaur circa 10 bis 15 Grad niedriger liegt. Auch senkt er die Windgeschwindigkeit um 85 Prozent.

Grund 7: Erholungsort Wald
Ein Spaziergang im Wald sehr erholsam. Doch nicht nur die körperliche Aktivität und die schöne Umgebung tragen dazu bei, dass es uns nach einem Waldspaziergang besser geht. Forscher haben herausgefunden, dass Stoffe namens Phytozyden daran beteiligt sind. Sie werden von den Pflanzen ausgeschüttet, um sich gegen Erreger zu wehren. Unser Immunsystem profitiert davon bei dem Besuch im Wald!

Grund 8: Unerschöpfliche Quelle Wald
Seit dem 1713 erschienenen Buch „Sylvicultura oeconomica“, gilt Hans Carl von Carlowitz als der Erfinder der nachhaltigen Forstwirtschaft. Bei seinem Modell geht es darum, nur so viel Holz aus dem Wald zu entnehmen, wie in derselben Zeitperiode nachgewachsen ist. Somit ist der Wald eine nie endende Quelle an Brenn- und Baumaterial, Nahrung, Lebensraum, Klimaregulator und Erholungsort.

Grund 9: Holzlieferant Wald
Der Wald produziert am laufenden Band Holz. Je nach Baumart ist das Holz unterschiedlich viel wert und wächst unterschiedlich schnell. Buche braucht länger zum Wachsen, hat aber wertvolleres Holz, da es durch das langsame Wachstum dichter und fester ist als beispielsweise Fichtenholz. So Kostet ein Festmeter Fichtenholz ungefähr 80 bis 90 Euro, während Buchenholz bei 100 bis 130 Euro liegt.

Grund 10: Baustoff Holz
Mit Holz zu bauen spart Kosten und auch Energie. Im Vergleich zu Stahl, Beton oder Ziegel ist Holz Tragfähiger und das bei geringerem Gewicht. Durch die schöne Optik kann sogar auf eine Verkleidung verzichtet werden. Passivhäuser aus Holz sparen bis zu 80 Prozent an Heizkosten ein im Vergleich zu herkömmlichen Ziegelbauten. Gleichzeitig bleibt bei Möbeln und Häusern das im Holz gespeicherte CO² gebunden. Durch eine langlebige Nutzung des Holzes können wir der Atmosphäre nach und nach CO² entziehen.

Quelle:




3.) Was sind die Ursachen des Klimawandels?

Zu den Ursachen des Klimawandels schreibt die Europäische Kommission (Zitat):

"Die Verbrennung fossiler Brennstoffe, die Abholzung von Wäldern und die Viehzucht beeinflussen zunehmend das Klima und die Temperatur auf der Erde. So  erhöht sich die Menge der in der Atmosphäre natürlich vorkommenden Treibhausgase enorm, was den Treibhauseffekt und die Erderwärmung verstärkt."

Zitat Ende.

Quelle:



Zu den Ursachen des Klimawandels schreibt NABU (Zitat):

"Schuld an der globalen Erwärmung ist der vom Menschen verstärkte Treibhauseffekt. Von Natur aus halten Wolken, Kohlendioxid und Methan gleich einem Gewächshaus die Wärme in der Atomsphäre und sorgen so dafür, dass wir auf der Erde leben können. Ohne diesen natürlichen Treibhauseffekt würde die Sonnenenergie wieder zurück ins Weltall gestrahlt werden und die globale Durchschnittstemperatur betrüge gerade einmal frostige minus 18 Grad Celsius.

Unser gehobener Lebensstandard fordert jedoch seinen Tribut. Der Komfort verlangt immense Mengen Energie, für deren Erzeugung täglich viele Millionen Tonnen Erdöl, Kohle und Gas verbrannt werden. Die dabei produzierten Gase verstärken den Treibhauseffekt um ein Vielfaches und bewirken so, dass sich die Erde immer weiter aufheizt. Es kommt zur globalen Erwärmung.

Mit 75 Prozent Anteil am menschen-gemachten Treibhauseffekt wirkt sich  Kohlendioxid besonders negativ auf die Atmosphäre aus. Kohlendioxid  erzeugen wir überall dort, wo wir die fossilen Energieträger Öl, Gas und  Kohle verbrennen, also zum Beispiel in Kohlekraftwerken, aber auch beim  Autofahren. Seit der Industriellen Revolution Mitte des 19.  Jahrhunderts hat der Gehalt an Kohlendioxid in der Atmosphäre um ganze  35 Prozent zugenommen.

Neben Kohlendioxid sind Methan und Lachgas, die beim Düngen, beim  Reisanbau und bei der Viehzucht entstehen, verantwortlich für den  Treibhauseffekt. Besonders der übermäßige Fleischkonsum trägt in den  westlichen Ländern zum erhöhten Methanausstoß bei. Schließlich sind auch  fluorierte Gase aus Kühl- und Klimaanlagen und Löschwerkzeugen mit  einem Prozent beteiligt.

Die Folgen des anthropogenen Treibhauseffektes sind drastisch und reichen vom Steigen der Meeresspiegel bis hin zum Schmelzen der Pole. Viele davon sind noch nicht absehbar – so ist bislang nicht geklärt, wie sich die Klimakrise auf die Regenwälder auswirken wird. Einige dieser Folgen tragen noch zusätzlich zur globalen Erwärmung bei. Das Auftauen der Permafrostböden –  große Flächen in Sibirien und anderen kalten Ländern, die bislang in  dauergefrorenem Zustand waren – beispielsweise bewirkt, dass riesige Mengen Gas aus dem Boden entweichen, die wiederum den Treibhauseffekt verstärken. Ein sich gegenseitig verstärkender Effekt, der nur schwer zu durchbrechen ist."

Zitat Ende.

Quelle:


Die CO²-Emittierung wirkt sich demnach besonders negativ auf die Atmosphäre und damit auf unser Klima aus.



4.) Was sind die Folgen des Klimawandels?

Zu den Folgen des Klimawandels schreibt das BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) (Zitat):

"Infolge des Klimawandels nimmt bereits heute die Zahl und die Stärke  der extremen Wetterereignisse zu. Dazu zählen Kälte- und Hitzewellen, Dürren, Wirbelstürme, Überschwemmungen und Flächenbrände. Zwischen 1970 und 2019 kamen durch wetter- und klimabedingte Katastrophen mehr als zwei Millionen Menschen ums Leben, über 80 Prozent davon in Entwicklungsländern. Die Zahl der wetterbedingten Katastrophen hat sich  in den vergangenen 50 Jahren verfünffacht. Darüber hinaus verursacht der Klimawandel schleichende Umweltveränderungen: Gletscher  schmelzen, der Meeresspiegel steigt an, Ozeane versauern, Böden versalzen, Grundwasserspiegel sinken, Wüstengebiete breiten sich aus und die Artenvielfalt schwindet. Dies bedroht die Existenzgrundlagen der  Menschen weltweit, denn ganze Lebensräume könnten unbewohnbar werden."

Zitat Ende.

Quelle:




5.) Auf welchem Rang der weltweiten CO²-Emittenten steht Deutschland?

 
Deutschland liegt mit 753 Mio. t CO²-Ausstoß pro Jahr auf Rang 6 (globaler Anteil: 2 Prozent).
Quelle: EU-Kommission: Fossil CO2 and GHG emissions of all world countries, 2019 report. Bezugsjahr: 2018
 

Quelle:

 
 
 
6.) Was sind die wesentlichen Sektoren der CO²-Emissionen in Deutschland? Was bedeutet das für die CO²-Neutralität bzw. für die CO²-Bilanz in Deutschland?

Sektor: Müllverbrennung:

 
Bei der Verbrennung von einer Tonne Müll fällt etwa 1 Tonne CO² an.
 
Siehe Tagesspiegel (Zitat):

Für die Verbrennung einer Tonne Müll werden zwischen 100 und 150 Euro berechnet – je nach Region und nach Art des Mülls. Diese Form der Verwertung wird vom nächsten Jahr an teurer: Bei der Verbrennung einer Tonne Müll fällt ungefähr eine Tonne CO2 an. Für jede Tonne CO2 ist von 2023 an eine Abgabe zu zahlen. Es beginnt mit 35 Euro und endet vorläufig 2026 bei 65 Euro. Im kommenden Jahr wird also die Müllverbrennung insgesamt um gut 900 Millionen Euro teurer (35 mal 26 Millionen Tonnen), 2026 wären es knapp 1,7 Milliarden. Zahlen müssen das die Müllverursacher, also die privaten Haushalte und die Unternehmen.“
 
Zitat Ende.

Quelle:

 
In Müllverbrennungsanlagen und EBS-Kraftwerken wurden 2017 insgesamt 26,3 Mio. Tonnen verbrannt.
Quelle:


26,3 Millionen Tonnen CO²-Ausstoß durch Verbrennungsmüll.
 

 
Sektor: Straßenverkehr

Jüngsten Zahlen des Umweltbundesamtes (UBA) zu den Emissionen von Treibhausgasen (THG) in Deutschland zufolge hat dieser Sektor im vergangenen Jahr geschätzt etwa 148 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente ausgestoßen.

Quelle:

 
 

Sektor: Ölheizungen

Bei einer Wohnfläche von 120 qm, für die ca. 15.000 Kilowattstunden Heizenergie benötigt werden, verursacht ein Haushalt mit Öl-Heizung schon 4,7 Tonnen CO² im Jahr.
 
Quelle:

 
 
Auch für die Warmwasserversorgung kommen noch in 20 % der Wohnungen Ölheizungen zum Einsatz. Die Auswertungen zeigen, dass 2018 bundesweit 8,7 Millionen von 36,9 Millionen Wohnungen mit Öl beheizt wurden.

Quelle:

 
8,7 Millionen Haushalte x 4,7 Tonnen CO²-Ausstoß = 40,89 Tonnen CO²-Ausstoß (Sektor Ölheizungen)



Sektor: Industrie

 
Der Industriesektor stieß im Jahr 2021 über 120 Millionen Tonnen CO2-äquivalente Treibhausgasemissionen aus.

Quelle:

 
 

Sektor: Gasheizungen

So verursacht ein Erdgaskessel durchschnittlich 247 Gramm CO2 pro Kilowattstunde und bei einem Jahresbedarf von 15.000 Kilowattstunden 3,7 Tonnen CO2.

Quelle:

 
In Deutschland gab es 2018 etwa 13 Millionen Gasheizkessel, 5,4 Millionen Ölheizkessel und 0,9 Millionen Heizkessel für feste Brennstoffe. Darüber hinaus gab es etwa 11,2 Millionen so genannter Einzelraumfeuerungsanlagen.
 
Quelle:

 

13 Millionen x 3,7 Tonnen CO²-Ausstoß = 48,1 Millionen Tonnen CO²-Ausstoß (Sektor Gasheizungen)
 


Sektor: Kohlekraftwerke

Der intensive Einsatz deutscher Kohlekraftwerke im vergangenen Jahr 2022 hat  zu zusätzlichen Emissionen von 15,8 Millionen Tonnen (Megatonnen) CO² geführt.

Quelle:




Sektor: Flugverkehr

Die deutschen Fluggesellschaften1 haben ihren Kerosinverbrauch pro Passagier2 und 100 Kilometern seit 1990 um 43 Prozent reduziert. Im Jahr 2019 flogen sie insgesamt 333.463.431.670 Passagierkilometer3. Der absolute Kerosinverbrauch4 dafür lag bei 11.879.401.738 Liter.

Quelle:

 
11,88 Milliarden Liter Kerosinverbrauch durch deutsche Fluggesellschaften (2019).

Die CO2-Emissionen hängen direkt vom Treibstoffverbrauch ab. Pro Tonne Kerosin werden stets 3,16 Tonnen CO2 emittiert.
 
Quelle:

 
1000 l Kerosin müßten so um die 800 kg wiegen bzw. 1000 kg Kerosin sind dann 1250 l.
 
Quelle:

 
11,88 Milliarden Liter Kerosin
 
1.000 l Kerosin = 800 kg
 
11.880.000.000 Liter Kerosin = 1,188 Mill. kg Kerosin = 1,188 Millionen Tonnen Kerosin
 
= 3,75 Tonnen CO² Emissionen (Sektor Flugverkehr)

Vgl. dazu auch Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft:

"In Deutschland hat der innerdeutsche Luftverkehr einen Anteil von 0,3 Prozent an den gesamten deutschen CO₂-Emissionen."

Zitat Ende.

Quelle:


Pro Jahr bindet eine Buche ca. 12,5 Kilogramm CO². Man müsste also 80 Bäume pflanzen, um jährlich eine Tonne CO2 durch Bäume wieder zu kompensieren. Zu beachten ist, dass Bäume in den ersten Jahren nach Pflanzung eher geringe Biomassevorräte anlegen. Erst mit zunehmendem Alter wird vermehrt CO2 gebunden. Wie schnell bzw. wie viel CO2 ein Baum bindet, hängt von vielen Faktoren ab.

Quelle:


In Deutschlands Wäldern wachsen 90 Milliarden Bäume, davon rund 7,6 Milliarden Bäume ab sieben Zentimeter Brusthöhendurchmesser – zu viele, um jeden einzeln zu vermessen. Die Bundeswaldinventur arbeitet deshalb mit
einer Stichprobe.

Quelle:


Gehen wir also von 80 Milliarden Bäumen in Deutschland aus, die in der Lage sind, durch Photosynthese CO² zu binden.

Was bedeutet das für die CO²-Neutralität in Deutschland pro Jahr in Bezug auf CO²-Bilanz bzw. CO²-Neutralität?

1 Baum bindet pro Jahr 12,5 Kilogramm CO²
ca. 80 Milliarden Bäume binden pro Jahr 1.000.000.000.000 (1 Tausend Milliarden) Kilogramm CO² bzw. 1 Milliarden Tonnen CO².



7.) Auswertung für Deutschland: Was bedeutet dies für Deutschland in Bezug auf den CO²-Ausstoß?

(Anmerkung: Meine folgende Darstellung ist natürlich nicht ganz repräsentativ, da sich die Zahlen auf unterschiedliche Jahre beziehen. Im Groben sollte die Verteilung jedoch stimmig sein!).

Anteile der CO²-Emissionen in Deutschland als Graphik:

Müllverbrennung:     
26.300.000,00 t
                  
Autos im Straßenverkehr:   
148.000.000,00 t

Ölheizungen:     
40.890.000,00 t  
                       
Industrien:   
120.000.000,00 t   
                  
Gasheizungen:     
48.100.000,00 t

Kohlekraftwerke:
15.800.000,00 t  
               
Flugverkehr:       
3.750.000,00 t   
                   
Summe der wesentlichen CO²-Emissionen in Deutschland: 402.840.000,00 t


Anteile der CO²-Emissionen in Deutschland in Prozenten:
 
Autos im Straßenverkehr:
148.000.000,00 t CO²-Emissionen
36,7 %                                    

Industrien:
120.000.000,00 t CO²-Emissionen
29,8 %                                                            

Gasheizungen:
48.100.000,00 t CO²-Emissionen
11,9 %                                             
 
Ölheizungen:
40.890.000,00 t CO²-Emissionen
10,2 %                                                               
 
Müllverbrennung:
26.300.000,00 t CO²-Emissionen
6,5 %   

Kohlekraftwerke:
15.800.000,00 t CO²-Emissionen
3,9 %                                               
 
Flugverkehr:
3.750.000,00 t CO²-Emissionen
0,9 %

 



8.) Wie ist die Differenz aus CO²-Bilanz und CO²-Bindungsfähigkeit durch Bäume in Deutschland?

Bindungsfähigkeit an CO² durch Bäume in Deutschland: 1.000.000.000,00 t

Differenz aus Bindungsfähigkeit an CO² durch Bäume in Deutschland und aus CO²-Emissionen:
1.000.000.000 t   ./.  402.840.000,00 t  = 597.160.000,00 t



9.) Wie ist die Rangliste der weltweiten CO2-Emittenten im Bezugsjahr 2018?
 

1. China               
11.256 (CO2-Emissionen in Mio. t)              
29,7 (globaler Anteil in %)
 

2. USA                 
5.275 (CO2-Emissionen in Mio. t)                    
13,9 (globaler Anteil in %)
 

3. Indien              
2.622 (CO2-Emissionen in Mio. t)                     
6,9 (globaler Anteil in %)
 

4. Russland        
1.748 (CO2-Emissionen in Mio. t)                     
4,6 (globaler Anteil in %)
 

5. Japan              
1.199 (CO2-Emissionen in Mio. t)                     
3,2 (globaler Anteil in %)
 

6. Deutschland  
753 (CO2-Emissionen in Mio. t)                       
2,0 (globaler Anteil in %)
 

7. Iran                  
728 (CO2-Emissionen in Mio. t)                        
1,9 (globaler Anteil in %)
 

8. Südkorea        
695 (CO2-Emissionen in Mio. t)                       
1,8 (globaler Anteil in %)
 

9. Saudi-Arabien                                            
625 (CO2-Emissionen in Mio. t)                        
1,7 (globaler Anteil in %)
 

10. Kanada        
594 (CO2-Emissionen in Mio. t)                      
1,6 (globaler Anteil in %)




10.) Berichte des Weltklimarats (Intergovernmental Panel on Climate Change): IPCC-Reports

Zitat aus Wikipedia:

"Der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), deutsch Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen[1] (oft als Weltklimarat bezeichnet), wurde im November 1988 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorologie  (WMO) als zwischenstaatliche Institution ins Leben gerufen, um für  politische Entscheidungsträger den Stand der wissenschaftlichen  Forschung zum Klimawandel zusammenzufassen mit dem Ziel, Grundlagen für wissenschaftsbasierte Entscheidungen zu bieten, ohne dabei  Handlungsempfehlungen zu geben. Der Sitz des IPCC-Sekretariats befindet  sich in Genf (Schweiz), 195 Regierungen sind Mitglieder des IPCC,[2] darüber hinaus sind mehr als 120 Organisationen als Beobachter des IPCC registriert.[3]

Hauptaufgabe des Ausschusses ist es, die naturwissenschaftlichen  Grundlagen und den weltweiten Forschungsstand über die Auswirkungen der Globalen Erwärmung und seine Risiken sowie Minderungs- und Anpassungsstrategien zusammenzutragen und aus wissenschaftlicher Sicht zu bewerten.[4][5]  Dazu beruft der IPCC tausende Wissenschaftler aus aller Welt. Diese  erstellen die Sachstandsberichte des IPCC. Bisher hat der IPCC sechs  Sachstandsberichte und mehr als zehn Sonderberichte sowie Richtlinien für die Erstellung von Treibhausgasinventaren veröffentlicht.[6]

Der IPCC gilt als „Goldstandard“ der Klimaforschung.[7][8] Seine Sachstandsberichte werden innerhalb der Wissenschaft  als glaubwürdigste und fundierteste Darstellung bezüglich des  naturwissenschaftlichen, technischen und sozioökonomischen Forschungsstandes über das Klima und seine Veränderungen sowie über  Möglichkeiten des Umgangs damit betrachtet.[9]  Die Schlussfolgerungen des IPCC werden von allen großen  US-amerikanischen wissenschaftlichen Gesellschaften mit einschlägiger fachlicher Kompetenz bestätigt, unter anderem von der American Geophysical Union, der American Meteorological Society und der American Association for the Advancement of Science. Zudem werden sie u. a. von den nationalen Akademien der Wissenschaften vieler Staaten wie Frankreich, Russland, Deutschland, Japan, Italien, Kanada, China und Brasilien sowie der Royal Society bekräftigt.[10] Der IPCC wurde 2007, gemeinsam mit dem ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore, mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Link zu den Weltklima-Reports:





11.) Klimarettung: Effektivste Methode zur Klimarettung: Bäume pflanzen?

Züricher Forscher Effektivste Methode zur Klimarettung: Bäume pflanzen (Stand:  30. Juli 2021)
 

Zitat:

"Wir könnten unser Klimaproblem lösen, wenn wir  nur genug Bäume pflanzen. Das jedenfalls sagen Foscher aus Zürich.
Wieviel Platz würde man dafür brauchen und was würden die Bäume  eigentlich bewirken?"

Prof. Thomas Crowther, ETH Zürich: "Wir alle wussten, dass die Wiederherstellung von Wäldern  eine Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels spielen kann, aber wir  wussten nicht wirklich, wie groß die Auswirkungen sind. Unsere Studie  zeigt deutlich, dass die Wiederherstellung von Wäldern die derzeit beste  Lösung für den Klimawandel ist."

Und jetzt kommt der Haken: Das Ganze muss schnell gehen, denn bis Bäume  tatsächlich in vollem Umfang CO2 speichern, müssen sie wachsen - und das  dauert. Und der Zeitfaktor birgt verschiedene Gefahren: Die Flächen,  die sich zur Aufforstung eignen, schrumpfen durch zwei große Feinde:  Menschen, die ihren Lebensraum ausweiten und die Natur, die  immer  weiter Flächen verwüstet im wahrsten Sinne des Wortes. Die grauen  Flächen auf der Grafik zeigen das deutlich, wie viel Wald-untaugliche  Fläche es bereits rund um den Globus gibt.

Prof. Thomas Crowther: "Wir müssen schnell handeln, da es Jahrzehnte dauert, bis  neue Wälder ihr volles Potenzial als Quelle für die Speicherung von  natürlichem Kohlenstoff entfalten."

Quelle:




Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) schreibt dazu auf seiner Website am 17. November 2022 (Zitat):

"Ohne Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft sind die Klimaziele  nicht zu erreichen. Erstmalig kamen bei einem vom Bundesumweltministerium und dem Weltressourcenrat (International  Resource Panel, IRP) organisierten COP27 Side Event Wissenschaftlerinnen  und Wissenschaftler des Weltklimarates (IPCC), des  Weltbiodiversitätsrates (IPBES) und des Weltressourcenrates (IRP)  zusammen, um über Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft zu  sprechen. Die Veranstaltung fand am "Tag der Lösungen" auf der  Weltklimakonferenz (COP27) im ägyptischen Sharm El-Sheikh statt.
Bundesumweltministerin Steffi Lemke, die die Veranstaltung gemeinsam  mit dem kolumbianischen Vizeminister Francisco Canal eröffnet hatte:  "Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ist einer der Schlüssel zur  Lösung der drei existentiellen Krisen, die wir Menschen verursacht  haben, Klimakrise, Verschmutzungskrise und die Krise des Artensterbens.  Die Zusammenarbeit zwischen den Institutionen der Vereinten Nationen  muss fortgesetzt werden, denn der Blick auf Ressourcen und  Kreislaufwirtschaft ist in seiner Bedeutung bisher unterschätzt worden.  Nur gemeinsam können wir die globalen Herausforderungen bewältigen, die  das Leben auf unserem Planeten und das Überleben der Menschheit akut  gefährden. Deutschland steht hier auch in Zukunft als verlässlicher Partner bereit."

Nach Berechnungen des Weltressourcenrates sind rund die Hälfte der  globalen Treibhausgasemissionen sowie 90 Prozent des Biodiversitätsverlusts und der Wasserknappheit auf die Gewinnung und  Verarbeitung von Ressourcen zurückzuführen.

Die Erkenntnis, dass nur ein nachhaltiger Umgang mit den planetaren  Ressourcen und eine effektive Kreislaufwirtschaft das Klima schützt,  hatten die G7-Staaten unter deutschem Vorsitz bereits im Mai dieses  Jahres in der "Berlin Roadmap" festgehalten. Dies war jetzt auch  Grundlage der Veranstaltung "Beyond decarbonization: Tackling the triple  planetary crisis through resource efficiency and circular economy" am  deutschen Pavillon bei der Weltklimakonferenz.

Gemeinsam diskutierten Vertreterinnen und Vertreter der drei Räte der  Vereinten Nationen, wie Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft zur  Bekämpfung der planetaren Dreifachkrise aus Klimawandel,  Biodiversitätsverlust und Verschmutzung beitragen können. Dabei warben  Izabella Teixeira (IRP), Janez Potocnik (ebenfalls IRP), Jim Skea (IPCC)  und Josef Settele (IPBES) unter anderem dafür,  Kreislaufwirtschaftslösungen stärker in Klima- und Biodiversitätspolitik  zu integrieren. Bisher sei das Klimaschutzpotential der  Kreislaufwirtschaft bei weitem noch nicht ausgenutzt. Das weltweite  Wirtschaftswachstum müsse vom Ressourcenverbrauch entkoppelt werden.

In ihrem Schlusswort beim Side Event im Deutschen Pavillon hob  Bundesumweltministerin Lemke die herausragende Bedeutung der Wissenschaft für die politische Arbeit hervor: "Deutschland wird sich im  Kreis der G7 und darüber hinaus dafür einsetzen, dass es nicht bei der einmaligen Zusammenkunft der beteiligten UN-Institutionen bleibt. Wenn die Veranstaltung am deutschen COP-Pavillon zu einer regelmäßigen und engen Zusammenarbeit führen würde, wäre das ein  nachhaltiger Gewinn für das Weltklima."

Zitat Ende.

Quelle:





12.) Klimawandelleugner und Klimaaktivismus (Umweltbewegung)

Die Klimawandelleugnung (teils auch als Klimaleugnung, Klimawissenschaftsleugnung oder Leugnung der menschengemachten globalen Erwärmung bezeichnet) ist eine Form der Wissenschaftsleugnung, die durch das Ablehnen, Nicht-wahrhaben-Wollen, Bestreiten oder Bekämpfen des wissenschaftlichen Konsenses der Klimaforschung zur gegenwärtig stattfindenden globalen Erwärmung gekennzeichnet ist. Hierzu zählen insbesondere die Trendleugnung, also das Abstreiten, dass sich die Erde  zurzeit erwärmt, die Ursachenleugnung, also das Abstreiten, dass der  Effekt menschengemacht ist, und die Folgenleugnung, also das Abstreiten,  dass die Erwärmung große gesellschaftliche und ökologische Probleme zur Folge hat.  Neben diesen drei Grundkategorien wird häufig auch die Konsensleugnung  hinzugezählt, also das Bestreiten, dass die Kernaussagen in der Forschung seit langem unstrittig sind. Unter anderem als  Selbstbezeichnung werden auch Klimawandelskepsis, Klimaskepsis und Klimaskeptizismus genutzt.

Die Umweltbewegung oder Ökologiebewegung, (umgangssprachlich auch Öko-Bewegung) die auch Naturschutz und grüne Politik umfasst, ist eine vielfältige philosophische, soziale und politische Bewegung, die sich mit Umweltfragen befasst. Umweltschützer setzen sich für eine gerechte und nachhaltige  Bewirtschaftung der Ressourcen und einen verantwortungsvollen Umgang  mit der Umwelt durch Veränderungen in der Politik und im Verhalten des  Einzelnen ein. Die Bewegung erkennt den Menschen als Teilnehmer (und  nicht als Feind) der Ökosysteme an und konzentriert sich auf Ökologie, Gesundheit und Menschenrechte. Die Umweltbewegung ist eine internationale Bewegung, die von einer Reihe von Organisationen vertreten wird, die von Unternehmen bis zu Graswurzelbewegungen  reichen und von Land zu Land unterschiedlich sind. Aufgrund ihrer  großen Mitgliederzahl, ihrer unterschiedlichen und starken Überzeugungen  und ihres gelegentlich spekulativen Charakters ist sich die  Umweltbewegung in ihren Zielen nicht immer einig. Die Bewegung umfasst  auch einige andere Bewegungen mit einem spezifischeren Fokus, wie z. B.  die Klimabewegung. Im weitesten Sinne umfasst die Bewegung  Privatpersonen, Fachleute, religiöse Anhänger, Politiker, Wissenschaftler, gemeinnützige Organisationen und einzelne Befürworter.

RND (Redaktions Netzwerk Deutschland) schreibt am 14. Dezember 2021 im Artikel "Leugnen, bis die Erde brennt: Das Netzwerk der Klimawandelleugner" (Zitat):

"Am menschengemachten Klimawandel gibt es längst keinen wissenschaftlich  begründeten Zweifel mehr. Trotzdem macht ein Netzwerk von  Klimawandelleugnern weiter gegen den Klimaschutz mobil. Mittendrin: die  Rechtsaußenpartei AfD."

Zitat Ende.

Quelle:



SWR2 schreibt am 16. Februar 2020 im Artikel "Die Szene der Klimaleugner" (Zitat):

"Die Leugner der Klimakrise sind gut organisiert. Donald Trump hört auf  sie, die AfD ebenfalls. Doch wer steckt wirklich dahinter? Kaum eine Frage beantwortet die Wissenschaft so eindeutig mit Ja wie die nach dem menschengemachten Klimawandel.
Unsicherheit wird nur durch sogenannte „Klimaskeptiker“ gestreut, die  sich als besorgte Wahrheitssucher inszenieren. Tatsächlich sind sie in  Deutschland gut organisiert. Und sie nehmen Einfluss auf Politik und  Wirtschaft – über wirtschaftsliberale Verbände oder in öffentlichen  Anhörungen, bei denen sie in Landtagen und im Bundestag sprechen."

Zitat Ende.

Quelle:



Dr. Dr. hc Volker Jung von der Evangelischen Kirche in Hessen-Nassau äußerte sich zum Klimawandel resp. Klimaleugnung und Klimaaktivismus am 27. April 2023 in einem Artikel "Jung: Kampf gegen Klimawandel gehört zur Glaubwürdigkeit der Kirche" folgendermaßen (Zitat):

"Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung hat das Anliegen der  „Letzen Generation“, die Umwelt zu bewahren als berechtigt bezeichnet,  aber zugleich die Protestformen der Aktivistinnen und Aktivisten in  Frage gestellt. Die „Letzte Generation“ führe mit ihren Aktionen in  aller Dringlichkeit die unausweichlichen Folgen des Klimawandels vor  Augen, sagte Jung am Donnerstag (27. April) vor der in Frankfurt am Main  tagenden Kirchensynode. Sie stünden damit auch in der biblischen  Tradition endzeitlicher Denker wie der Propheten oder sogar Jesus  selbst. Mit ihren Unheils-Ansagen wollten sie zugleich den Eintritt der  Katastrophe verhindern, so Jung. Gleichzeitig stellte Jung die  Protestformen der Umweltaktivistinnen und Umweltaktivisten der „Letzten Generation“ in Frage. Ihre Aktionen stünden in der Gefahr, „dass sie  zwar mediale Aufmerksamkeit wecken, aber von der eigentlichen Auseinandersetzung wegführen mit dem, was gegen den Klimawandel zu tun  ist“."

Zitat Ende.



Fazit / Schluss:

Erneut droht eine Spaltung der deutschen Gesellschaft angesichts geplanter politischer Maßnahmen wie der des Heizungsgesetzes.

Meine Befürchtung liegt konkret darin, dass diese Art der Umweltpolitik, so notwendig sie auch ist, bei den nächsten Wahlen die Wählerin und den Wähler schnurstracks in die Hände der Partei der AfD laufen lassen könnte.

Wir müssen in diese Umwelt- und Klimadebatt durchaus diskursiv und dialektisch diskutieren.

Richtig ist, dass für die Rettung des Klimas nicht mehr viel Zeit übrig bleibt.

Richtig ist aber auch, dass Politik nicht über ein ganzes Volk hinweg bestimmen kann. Der Wähler und die Wählerin müssen von der Richtigkeit der politischen Maßnahme überzeugt, dürfen jedoch nicht überrannt werden.

Doch wie überzeugt man den deutschen Wähler und die deutsche Wählerin - geschweige denn Länder wie China oder die USA - dass Klima- und Umweltschutz an vorderster Priorität stehen sollten? Eher war es so, dass der früher Präsident der USA, Donald Trump, zu den Klimawandelleugnern gehört.

In Deutschland scheint die Zielrichtung eindeutig zu sein, denn das Bundesverfassungsgericht hatte sich bereits am 29. April 2021 in einer Pressemitteilung klar geäußert (Zitat):

"
Mit heute veröffentlichtem Beschluss hat der Erste Senat des  Bundesverfassungsgerichts entschieden, dass die Regelungen des Klimaschutzgesetzes vom 12. Dezember 2019 (Klimaschutzgesetz  <KSG>) über die nationalen Klimaschutzziele und die bis zum Jahr  2030 zulässigen Jahresemissionsmengen insofern mit Grundrechten  unvereinbar sind, als hinreichende Maßgaben für die weitere  Emissionsreduktion ab dem Jahr 2031 fehlen."

Hier wird kein Weg daran vorbei führen.

Deutschland hat sich dazu verpflichtet, seine Klimaziele zu erreichen.

Im Endeffekt wird es wieder darauf hinaus laufen (müssen), dass zum Erreichen der Klimaziele erhebliche Staatschulden zur Finanzierung aufgenommen werden.

So schreibt das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz:

"Am 24.06.2021 hat der Deutsche Bundestag ein neues  Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) beschlossen. Mit dem novellierten Gesetz wird das deutsche Treibhausgasminderungsziel für das Jahr 2030 auf minus  65 Prozent gegenüber 1990 angehoben. Bislang galt ein Minderungsziel  von minus 55 Prozent. Bis 2040 müssen die Treibhausgase um 88 Prozent  gemindert und bis 2045 Treibhausgasneutralität verbindlich erreicht  werden. Auch die Vorgaben zur Reduktion der Treibhausgasemissionen in  den einzelnen Sektoren (Energiewirtschaft, Industrie, Gebäude, Verkehr  Landwirtschaft und Abfall) wurden verschärft. Darüber hinaus wurde erstmals ein verbindliches Ziel für natürliche Senken, also die Bindung  von CO2 durch zum Beispiel Wälder  oder Moore, festgelegt. Mit den deutlich ambitionierteren Zielen setzt  Deutschland neben den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts als erster  EU-Staat auch die neuen  europäischen Klimaziele um, die im vergangenen Jahr unter deutscher  Ratspräsidentschaft beschlossen wurden.
Um die Erreichung der neuen Klimaziele zu unterstützen hat  Bundesregierung am 23.06.2021 ein Klimaschutzsofortprogramm 2022 verabschiedet. Mit dem Sofortprogramm werden in den kommenden Jahren  rund 8 Milliarden Euro zusätzlich für Klimaschutzmaßnahmen in allen  Sektoren zur Verfügung gestellt. Dabei stehen vor allem die Sektoren  Industrie, Energiewirtschaft und Gebäude im Mittelpunkt. Die Maßnahmen  in diesen Sektoren haben ein Gesamtvolumen von knapp 6,5 Milliarden  Euro."


Mein persönlicher Wunsch wäre dabei auch:

  • deutliche Maßnahmen der Politik zur Müllvermeidung und damit zur Vermeidung der Notwendigkeit der Müllverbrennung und der damit verbundenen CO²-Emissionen.

  • Tempolimit auf den Autobahnen zum Zweck möglicher Reduzierung von CO²-Emissionen.

  • größerer Einsatz der Politik für die Rettung und für die Wiederaufforstung der Wälder resp. des Regenwaldes in Südamerika.


Fraglich wird bleiben,

1.) wo zukünftig der Strom für Elektro-Autos herkommt und wie diese für den Bürger und die Bürgerin praktikabel und finanzierbar sein können.

2.) inwiefern das geplante Heizungsgesetz, das nun bald verabschiedet werden soll, für sozialen Unfrieden sorgen könnte.

3.) wie auch andere Länder dieser Welt von der Notwendigkeit der Klimarettung überzeugt werden können.


Rainer Langlitz
                                        


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