Der Mann und seine Rolle in Steinzeit bis hin zur Neuzeit oder die Frage: Wie müssten in einer globalisierten Zukunft die Bedürfnisbefriedigung und der wirtschaftliche Welthandel organisiert werden?

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Der Mann und seine Rolle in Steinzeit bis hin zur Neuzeit oder die Frage: Wie müssten in einer globalisierten Zukunft die Bedürfnisbefriedigung und der wirtschaftliche Welthandel organisiert werden?

Rainer Langlitz
Veröffentlicht von Rainer Langlitz in Essays · 18 März 2022
Der Mann und seine Rolle in Steinzeit bis hin zur Neuzeit oder die Frage: Wie müssten in einer globalisierten Zukunft die Bedürfnisbefriedigung und der wirtschaftliche Welthandel organisiert werden?
 
 
Kriege und Zeiten des Friedens prägen den Verlauf der Geschichte. Befriedung und Befriedigung. Wie ist hierbei der Zusammenhang? Vorwiegend Männer leben ihre physische Aggression in bewaffneten Konflikten aus und ziehen in Kriege. [1] Die Ursachen von Kriegen sind zum einen durch den Kampf von Ideologien, Staatsformen, im Kampf der Kulturen und der Religionen, aber auch durch Wirtschaft und Handel bedingt.

 
Ich erkenne dabei eine Parallelität zwischen der archaischen Steinzeit und der Evolution des Menschen. Was war die Rolle des Mannes [2] in der Steinzeit? Der Mann war Beschützer und Fleischbeschaffer. Der Mann ging in der Steinzeit auf die Jagd nach Fleisch. Diese Jagd nach Fleisch steht im Laufe der Geschichte der Menschheit für das Jagen nach Reichtum und Wohlstand.

Hat sich jedoch eine Gruppe von Menschen einen bestimmten Wohlstand erwirtschaftet und besteht ein bestimmtes Wohlstandsgefälle, so setzt Neid ein. Der Neid der Ärmeren, dem sich die reichere Gruppe ausgesetzt fühlt, führt zu Turbulenzen und schließlich zu Konflikten. Der Neid führt zur Aggression. Gegen diese Aggression sieht sich die reichere Gruppe genötigt zu verteidigen. [3] Menschen die sich untereinander vereint fühlen, versuchen ihren erwirtschafteten Reichtum (das Fleisch der Steinzeit) aus Existenzgründen zu verteidigen. Dabei kann das Gefälle des Wohlstands eine wirtschaftliche Ursache von Kriegen darstellen. (Neben der wirtschaftlichen Ursache von Kriegen gibt es natürlich auch religiös bedingte Kriege.).

 
Noch immer herrschen auf dieser Welt zwei verschiedene Wirtschaftsformen (Beutejagd nach Fleisch): Kommunismus und Kapitalismus. Beide Wirtschaftsformen beanspruchen Wahrheit. Was aber wäre, wenn beide Wirtschaftsformen Wahrheit beinhalteten? Was wäre, wenn der Mensch sein Fleisch beschaffen würde in einer Kombination von Kommunismus und Kapitalismus in Form einer friedlichen, ökologisch orientierten Art und Weise auf globaler Ebene? Wie könnte man gewährleisten und erreichen, dass es zu einer Grundversorgung aller Menschen an „Fleisch“ kommt (Kommunismus) gekoppelt mit dem gleichzeitigen begrenzten Anreiz, ein bestimmtes Mehr an Luxusbedürfnissen befriedigen zu dürfen, so dass der Kapitalismus nicht ins Uferlose läuft, sondern begrenzt wird?
 
Jenes könnte eine Errungenschaft der Globalisierung sein:

 
  • Kompensation: Abbau von übermäßigem Reichtum und Beseitigung von Armut in der Welt

  • Ökologisierung zur Nachhaltigkeit: Umgang mit Ressourcen, globale Nutzung regenerativer (erneuerbarer) Energiequellen.

  • Befriedung und Befriedigung der Menschheit: Frieden und Wohlstand gehören zusammen.

Das Zusammengehen von Kommunismus und Kapitalismus war in der deutschen Nachkriegsgeschichte "das" Erfolgsrezept:

die "soziale Marktwirtschaft".

Wenn nun noch erreicht würde, dass diese Form "der Fleischbeschaffung" auch noch ökologisch abliefe, dann hätte die Menschheit, würde sie global diese Form der "Fleischbeschaffung" anwenden, einen Riesenschritt getan in Richtung Nachhaltigkeit.

Rainer Langlitz


Anm. 1:

Innerhalb der lateinischen Sprache gibt es hier eine interessante Auffälligkeit: das lateinische Wort für Mann ist „vir“. Daneben gibt es eine andere Wortgruppe, die nicht zwingend, aber dennoch signifikant in Zusammenhang mit „vir“ steht: „vires“. Die „vires“ sind die Truppen und die kriegerische Streitmacht. Auch andere lateinische und davon etymologisch abgeleitete Wörter tragen die Wurzel „vi-„ in sich:

  • violare – Gewalt antun, vergewaltigen
  • vincere – besiegen
  • virtus – Tapferkeit, Tugend, Kraft, Stärke
  • victory – Sieg

Anm. 2:

Die Tatsache, dass Frauen aus ihrer Rolle, die sie seit der Steinzeit eingenommen hatten (Partnerin des Mannes, Hüterin und Erzieherin des Nachwuchses), ausgestiegen sind (Emanzipation), sehe ich im Hinblick auf den Weltfrieden äußerst positiv: Frauen tragen Konflikte vorwiegend auf emotionaler und weniger auf materiell-physischer Ebene aus.

Anm. 3:

Wir kennen im Lauf der Geschichte den Bau des Hadrian Walls oder auch den Bau der Chinesischen Mauer.


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