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Was passiert, wenn Deutschland im Krieg ist? Vorsorge und Zusammenhalten anstatt Angst, Panik und "den Kopf in den Sand stecken"

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Was passiert, wenn Deutschland im Krieg ist? Vorsorge und Zusammenhalten anstatt Angst, Panik und "den Kopf in den Sand stecken"

Rainer Langlitz
Veröffentlicht von Rainer Langlitz in Essays · Freitag, 03. Oktober 2025 · Lesezeit 6:45
Drei Fälle sind grundsätzlich in Krisen- und Kriegssituationen zu unterscheiden:

1.) der NATO-Bündnisfall.
2.) der Spannungsfall (Artikel 80a GG).
3.) der Verteidigungsfall (Artikel 115a GG).

Am 30. September 2025 warnte (!) Bundeskanzler Friedrich Merz vor dem Ausrufen des sogenannten Spannungsfalls. Merz sagte bei einer Veranstaltung der Rheinischen Post:

„Wir sind nicht im Krieg, aber wir sind auch nicht mehr im Frieden.“

Die Frage dieses Blogartikels "Was passiert, wenn Deutschland im Krieg ist?" ist gleichzeitig die Frage dieses hier verlinkten YouTube-Videos, das von BR24 produziert und veröffentlicht wurde.

Link zum Video:


BR24 als Teil des Bayrischen Rundfunks ist Mitglied der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland.

Zum Inhalt dieses Videos (Zitat):

"Was passiert, wenn wir angegriffen werden? Sind wir bereit für diesen Ernstfall? Gesamtverteidigung besteht aus zwei Säulen: militärisch und zivil. Was kommt auf Dich als Bürgerin und Bürger zu? Eine Menge, denn die Wehrpflicht würde im Verteidigungsfall automatisch reaktiviert werden und alle Männer zwischen 17 und 60 müssten sich entscheiden: Will ich in der Bundeswehr kämpfen oder will ich Deutschland zivil verteidigen? Und dann kommen noch die ganz banalen Fragen des Alltags dazu: Kann ich einkaufen? Kann ich tanken? Kann ich noch zur Arbeit, MUSS ich überhaupt noch zur Arbeit oder in die Schule? Fahren Züge? Ist der Strom stabil? Kommt Wasser ausm Hahn? Sind wir darauf vorbereitet? Deutschland im Ernstfall: Possoch klärt mit Ferdinand Gehringer, Martin Voss, Raffael Kalisch und Henning Goersch.

INHALT:

00:00 Deutschland im Ernstfall
02:12 In was für einem Deutschland leben wir dann?
05:26 Bündnisfall, Spannungsfall, Verteidigungsfall
07:38 Jeder und jede muss einen Beitrag leisten
09:57 Und dann kam Corona
12:03 Deutschland braucht eine andere Gesellschaft
13:06 Keine Panik, aber Bewusstsein
16:28 Auf der Suche nach dem Sweet Spot

Nach dem heftigen Stromausfall in Spanien und Portugal stellt sich (mal wieder) die Frage: Was sollten die Menschen in Deutschland für eine vergleichbare Notlage zuhause haben? Auch wenn ein ähnlicher Blackout wie auf der iberischen Halbinsel hierzulande laut der Bundesnetzagentur unwahrscheinlich ist: Ausgeschlossen ist nichts – und auch Sabotage gegen kritische Infrastruktur oder Extremwetter-Ereignisse können zu Notlagen führen. Diesen Vorrat empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz Konkret rät das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), sich am besten sofort einen Notvorrat für Krisenzeiten anzulegen und diesen regelmäßig zu prüfen. "Wir empfehlen mindestens einen Vorrat für 3 Tage", schreibt das BBK auf seiner Webseite. "Damit können kurze Unterbrechungen des Alltags gut bewältigt werden." Man könne den Vorrat aber auch für bis zu zehn Tage anlegen, um noch sicherer zu sein. Notlage: Was ist mit der Stromversorgung? Für einen möglichen Stromausfall empfahl Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) zuletzt auch Privatpersonen, ein Notstromaggregat zuhause zu haben. Damit könne man im Zweifel wenigstens den Kühlschrank weiter betreiben. Allerdings erntete Aiwanger prompt Widerspruch: Klaus Holetschek, CSU-Fraktionschef im Landtag, warf ihm "unnötige Panik" vor. Auch der Blackout- und Krisenexperte Herbert Saurugg hält nichts von Notstromaggregaten für alle Haushalte. Davon rate er im Privatbereich dringend ab, sagte Saurugg bei BR24. Bei einem Notstromaggregat müsse man wissen, wie es betrieben werde, es müsse Treibstoff gelagert und regelmäßig ausgetauscht werden. Das Benzin sei eine "zusätzliche Brandlast". Sinnvoller wäre es, eine Photovoltaik-Anlage inselbetriebsfähig zu Hause zu haben. Dafür brauche es auch einen Speicher, mit dem man für einige Zeit die Versorgung aufrechterhalten könne. Privathaushalte könnten sich also ein vom Netz trennbares PV-Balkonkraftwerk oder eine mobile Powerstation mit Solarpaneelen anschaffen. Die Investition von einigen hundert Euro dürfte sich schon bald im Alltag rechnen – sogar ganz ohne Notlage. Alles Wichtige über alternative Stromquellen für daheim lesen Sie hier. Verteidigungsfähig "auch im Zivil- und Katastrophenschutz" Der BBK-Vizepräsident René Funk betonte bereits vor einigen Monaten: Vielen Menschen sei nicht bewusst, was zum Beispiel bei einem längeren Stromausfall alles nicht mehr funktioniere – Licht, Herd, teilweise auch die Wasserversorgung, Internet und Geldautomaten. "Wir sind bereits jetzt täglich einer Vielzahl von hybriden Angriffen ausgesetzt", sagte Funk. "Wir müssen nicht nur militärisch verteidigungsfähig sein, sondern auch im Zivil- und Katastrophenschutz.""

Zitat Ende.

Man könnte sich dieses Video einmal anhören.

In Panik verfalle ich trotzdem weiterhin nicht.

Vorsorge ist gut und wichtig - Angstsorge sollte fehl am Platze sein.

Gewisse Vorräte sollte man anlegen, finde ich, denn dann ist man umso mehr beruhigt.

Es kommt ohnehin so, wie es kommen soll.

Wir sollten positiv denken!

Wir sollten um uns herum eine postive Aura schaffen; heißt:

  • Kein Krach/Ärger mit den Nachbarn.
  • Gedanken des Friedens hegen und pflegen.
  • Keine Angst zeigen/haben/aufbauen.

Denn wie sagte schon Friedrich Schiller (1759 - 1805):

"Das Übel, was uns trifft, ist selten oder nie so schlimm als das, welches wir befürchten."

Das Leid oder Unglück, das uns tatsächlich widerfährt, ist in der Regel nicht so schwer oder schlimm wie das, was wir uns vorher in unserer Vorstellung ausmalen und fürchten.

  • Unsere menschliche Vorstellungskraft neigt dazu, Gefahren und zukünftige Probleme zu übertreiben.

  • Angst und Sorge sind oft größer als die Realität selbst.

  • In der Regel ist es unser Kopf, der die eigentliche Qual erzeugt – durch Erwartung, Befürchtungen und innere Bilder.

Man könnte auch sagen: Das Schlimmste geschieht meist nicht draußen in der Welt, sondern in unseren Gedanken.

Tritt der Spannungsfall ein, dann wissen wir zu reagieren.

Aber die Angst im Kopf ist schlimmer auszuhalten als den Zustand, der dann konkret (!) da sein wird.

Angst lähmt/paralysiert uns.

Angst ist ein schlechter Ratgeber.

Die Angst - oder sollten wir besser sagen: die Vorsorge (!) - schützt uns aber auch und lässt uns Gedanken und Strategien zum Überleben entwickeln.

Das o. g. YouTube-Video endet mit folgender Message (Zitat):

„Folgendes Mindset kann helfen: „Es geht um so ne Art Sweetspot zwischen einerseits Bedrohung wahrnehmen, sich drauf vorbereiten und andererseits aber auch immer wieder mal n Gang zurückschalten und  sich zu erholen und das ist eigentlich wahrscheinlich so die beste Balance, dann kann man doch sehr, sehr viel erreichen. Es gibt, glaube ich, auch wenn man ganz objektiv  auf unsere Situation schaut, viel Grund zu Besorgnis es gibt viele Krisen Anzeichen auch in unserer Gesellschaft, aber gleichzeitig sollte man sich auch immer wieder klar machen, was wir in der Vergangenheit in riesigen  Krisensituationen immer wieder geleistet  haben und wieviel Ressourcen und Kräfte immer noch in unserer Gesellschaft stecken. Ich glaub, das ist die die beste Herangehensweise und so ne richtige Alternative dazu gibt es ja auch nicht, denn die Alternative wäre eben zu verzweifeln oder gleich von Anfang an aufzugeben.“ Was heißt das jetzt unterm Strich?  Deutschland ist nicht vorbereitet auf den Ernstfall – aber das muss  uns nicht verzweifeln lassen. Die wichtigste Erkenntnis: Der Staat schafft  das nicht alleine. Jede und jeder von uns ist im Ernstfall gefragt – ob mit reaktivierter  Wehrpflicht, Verpflichtungsbescheiden oder einfach mit Eigenvorsorge. Das  klingt heftig, ist aber die Realität. Gleichzeitig: Wir haben's drauf. Corona  hat gezeigt, dass wir als Gesellschaft krasse Krisen meistern können – auch  wenn wir's danach gerne kleinreden. Die Balance ist entscheidend:  Bedrohung wahrnehmen, sich vorbereiten – aber nicht in Panik  verfallen. Ein paar Basics zu Hause haben, sich mit der Familie absprechen, wo man sich trifft, wenn's hart auf hart kommt. Denn die Alternative? Aufgeben oder Kopf  in den Sand. Und das ist keine Option.“

Angst, Panik und "den Kopf in den Sand stecken" bringen uns derzeit überhaupt nicht weiter.

Zusammenhalten, Hoffnung, Resilienz, positives Denken und natürlich auch ein gewisses Maß an Vorsorge sollten im Moment angebracht sein.



Rainer Langlitz


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