Unser Lebensweg: Warum handeln Menschen oft gegen besseres Wissen – und was sagt das über unser Menschsein aus? Gedanken zum Leben - Gedanken zur Versöhnung mit dem Leben und mit dem Mensch-Sein
Veröffentlicht von Rainer Langlitz in Soziale Kompetenz · Sonntag, 24. Mai 2026 · 8 Minuten
Siehst Du auch im Leben eine Form der Kunst?
Künstler gestalten etwas.
Künstler gestalten etwas.
Wie gestaltest Du Dein Leben?
Mit unserer Geburt beginnt eine Reise, deren Ziel wir bereits kennen: Jeder Mensch wird irgendwann sterben. Doch nicht das Ende macht unser Leben aus, sondern der Weg dorthin. Dieser Weg verläuft selten gerade – er führt durch Freude und Leid, Gesundheit und Krankheit, Erfolg und Rückschläge.
Jeder Mensch kennt diesen Widerspruch: Wir wissen oft sehr genau, was gut, gesund oder vernünftig wäre – und handeln dennoch anders. Wir essen Dinge, die uns nicht guttun, schlafen zu wenig, schieben Wichtiges auf oder halten an Gewohnheiten fest, obwohl wir ihre Folgen kennen.
Schnell entsteht dann der Eindruck, der Mensch handle unvernünftig oder sogar gegen sich selbst.
Doch vielleicht ist die Wirklichkeit komplexer. Der Mensch ist kein rein rationales Wesen, das ausschließlich nach Wissen und Logik entscheidet. Gefühle, Bedürfnisse, Wünsche, Gewohnheiten, Erziehung und Erfahrungen prägen unser Denken und Handeln oft stärker als reine Vernunft.
Die folgenden Gedanken beschäftigen sich daher mit grundlegenden Fragen:
Warum handeln wir häufig anders, als wir eigentlich wissen, wie es "gut" wäre?
Warum sind wir in aller Regel unzufriedene Menschen?
Warum hadern wir immer wieder mit der Welt und dem Leben?
Und vielleicht führen uns diese Fragen letztlich zu einer noch wichtigeren Erkenntnis, nämlich dass Menschsein nicht bedeutet, perfekt zu sein, sondern mit den eigenen Widersprüchen leben zu lernen.
"Nutella löffeln | Knallerfrauen mit Martina Hill"
Worum geht es in diesem Video?
Eine Frau sitzt am Tisch und vernascht einen Löffel Nutella nach dem anderen, obwohl sie es viel zu süß und viel zu ungesund findet. Aber sie löffelt weiter, hört nicht auf damit, bis das Glas völlig leer ist.
Eine Frau sitzt am Tisch und vernascht einen Löffel Nutella nach dem anderen, obwohl sie es viel zu süß und viel zu ungesund findet. Aber sie löffelt weiter, hört nicht auf damit, bis das Glas völlig leer ist.
Oder?
Ja! Scheinbar! Vordergründig!
Ja! Scheinbar! Vordergründig!
Wir neigen dazu, in schlechte und gute Menschen zu trennen...je nach unserer eigenen bzw. je nach gesellschaftlicher Brille, die wir aufhaben.
Wir wissen:
Rauchen ist schädlich/ungesund. Und wir rauchen trotzdem.
Es ...
Wir wissen Vieles, und machen Vieles trotzdem nicht.
Wir sind eben nicht perfekt.

Wir wissen:
Nutella ist mega ungesund...weil es mega viel Zucker enthält und weil Zucker zu Diabetes bzw. zu Adipositas führt bzw. führen kann.
Verhalten zu ändern, bedarf einer großen Disziplin.
Wer abnehmen möchte...
Wer mit dem Rauchen und mit dem Alkohol-Trinken aufhören möchte...
Wer sein eigenes Verhalten ändern möchte,
der/die braucht in der Regel einen langen Atem, viel Disziplin, Geduld und eine hohe Frustrationstoleranz.
Wir denken und handeln in erlernten Mustern.
Diese Muster machen es uns schwer, unser erlerntes, über Jahre eingespieltes und "trainiertes" Verhalten zu ändern.

Rückschläge sind bei dem Versuch, unser Verhalten zu ändern, meistens und fast immer vorprogrammiert:
Wir fallen oftmals in alte Muster zurück - auch wenn wir glaub(t)en, auf dem richtigen Weg gewesen und diesen Weg über Wochen und Monate konsequent gegangen zu sein.
Aber auch Rückschläge sind menschlich!
Wenn wir uns alles verbieten wollten, wofür dann leben?
Wer jeden Tag seinen Salat isst und seine Karotte, der mag vielleicht sehr lange leben ("Quantität"). Ob er / sie jedoch auch glücklich ist und eine Lebensqualität lebt, bleibt dahin gestellt.
Auch hier gilt:
Wer sich in der Mitte bewegt, der ist oftmals auf einem guten Weg!
Letztlich gilt:
Wir alle sind Menschen.
Nichts auf dieser Welt ist perfekt.
Es gibt keinen perfekten Menschen.
Wer sich noch so anstrengt, wird dennoch irgendwann sterben.
Das ist ein ernüchternder und vielleicht sogar ein angst-einflößender Gedanke.
Aber dieser Gedanke schützt uns vor allzu großen Erwartungen, vor Hochmut, vor einem Perfektionismus.
Vielleicht könnte ein Motto des Lebens lauten:
"Heute ist mein bester Tag!"
Ich kann mit dem Heute etwas anfangen, gestalten, planen.
Was Morgen sein wird, kann ich meistens gar nicht beeinflussen, kann ich meistens nicht zu 100% planen.
Wir sollten es deswegen auch unterlassen, in großem Stil und in großem Maße zu planen und zu kontrollieren.
Wir sollten mit Achtsamkeit genießen:
das Leben, das Essen, den Tag, den/die Mitmenschen um uns herum.
Wir sollten Dankbarkeit erlernen:
Dankbarkeit
für immaterielle Dinge (Leben jeden Tag aufs neue, jeden Morgen aufzuwachen, lachen zu können/zu dürfen, in Freiheit und in Demokratie zu leben, Freunde, Kollegen und Verwandte/Familie zu haben, schlafen zu können etc.)
für materielle Dinge (ein frisches Brötchen am Morgen zum Frühstück; ein Medikament, das mich wieder heil werden lässt oder das mich am Leben erhält, Arbeit zu haben, um Geld zu verdienen; eine Wohnung zu haben - egal, was es ist...)
Unzufriedenheit resultiert oftmals aus einer Form der Undankbarkeit, nicht mehr erkennen zu können, dass nichts selbstverständlich ist...
3.)
4.)
„Lebe bewusst, genieße mit Maß, akzeptiere deine Menschlichkeit und sei dankbar für das Heute.“
Wir wissen:
Rauchen ist schädlich/ungesund. Und wir rauchen trotzdem.
Zucker ist schädlich/ungesund; und wir essen trotzdem Zucker.
Pommes, Chips, Fast Food = schädlich/ungesund; und wir stopfen trotzdem dieses Zeug in uns rein.
Wir sollten mind. 6-7 Stunden pro Nacht (!) schlafen, und gehen trotzdem oftmals zu spät ins Bett.
Drogen sollten ein absolutes No-Go sein, und wir konsumieren trotzdem Drogen.
Jetzt könnte man mit allem Möglichen fortfahren:
Sex ohne Kondom.
Stundenlanges Sonnenbad ohne Sonnencrème.
Wir sollten mind. 6-7 Stunden pro Nacht (!) schlafen, und gehen trotzdem oftmals zu spät ins Bett.
Drogen sollten ein absolutes No-Go sein, und wir konsumieren trotzdem Drogen.
Jetzt könnte man mit allem Möglichen fortfahren:
Sex ohne Kondom.
Stundenlanges Sonnenbad ohne Sonnencrème.
Mit 200 km/h über die Autobahn brettern.
etc.
Es ...
Es ...
- wird zu viel Fleisch gegessen.
- wird zu viel Alkohol getrunken.
Es ...
- wird zu wenig Wasser getrunken.
- werden zu wenig Hülsenfrüchte gegessen.
- wird zu wenig Gemüse und zu wenig Obst gegessen.
Wir wissen Vieles, und machen Vieles trotzdem nicht.
Wir sind eben nicht perfekt.
Während die einen nach Sicherheit verlangen und Sicherheit haben wollen, brauchen andere wiederum u. a. Spaß ("Fun") und auch Risiko ("Risk") ("no fun - no risk").
Und wenn das Kind dann in den Brunnen gefallen ist, dann jammern wir:
Doch irgendwann sterben wir alle einmal:
usw.
Ja! Das Leben ist lebensgefährlich!
Wie alt bist Du im Moment?
und:
Und wenn das Kind dann in den Brunnen gefallen ist, dann jammern wir:
- Niereninsuffizienz
- Leberzirrhose
- Kardio-vaskuläre Erkrankungen
- Rheuma
- Hautkrebs
- Diabetes-Typ II
- STD (Sexuell-übertragbare Krankheiten)
- Adipositas Typ I, II, III
- Unter-, Überfunktion der Schilddrüse
und all die anderen Krankheiten, die wohl alle ihre Ursache(n) haben (die einen sind bewusst provoziert, bei anderen wissen wir noch gar nicht, warum sie entstehen...).
Doch irgendwann sterben wir alle einmal:
- der/die eine mit 20
- der/die eine mit 100
- der/die eine mit 50
Ja! Das Leben ist lebensgefährlich!
Wie alt bist Du im Moment?
und:
Wie alt möchtest Du werden?
Lebst Du nach dem Motto:
"Ich will alt und lebenssatt sterben"
"You only live once" - "Man lebt nur einmal"
"Nach mir die Sintflut"
"Heute ist mein bester Tag"
"Gesundheit ist eines der höchsten Güter"
"Ich investiere nicht in Gold, sondern in Gesundheit"
"Das letzte Hemd hat keine Taschen"
"Der Tod ist die einzige absolute Gewissheit im Leben, unabhängig davon, wie viel oder wie wenig Intelligenz jemand besitzt"
etc.
?
Lebst Du nach dem Motto:
"Ich will alt und lebenssatt sterben"
"You only live once" - "Man lebt nur einmal"
"Nach mir die Sintflut"
"Heute ist mein bester Tag"
"Gesundheit ist eines der höchsten Güter"
"Ich investiere nicht in Gold, sondern in Gesundheit"
"Das letzte Hemd hat keine Taschen"
"Der Tod ist die einzige absolute Gewissheit im Leben, unabhängig davon, wie viel oder wie wenig Intelligenz jemand besitzt"
etc.
?
Oder hast du vielleicht gar kein bestimmtes Lebensmotto, sondern lebst einfach so vor dich hin?
Wir bewegen uns im Leben zwischen Gesundheit und Krankheit, zwischen Glück und Leid, zwischen Freiheit und Pflicht/Zwang, zwischen Leben und Tod/Sterben.
Wir wissen viel und leben dennoch unsere während Kindheit und durch Erziehung und Sozialisation erlernten Muster.
Letztlich sind wir nicht blöd und nicht unvernünftig, sondern wir sind Menschen!
Als Menschen verhalten wir uns so, wie wir sind:
verschieden!
Es gibt einige Regeln, an die wir uns je nach Kultur halten und an denen wir uns orientieren.
Wir kennen verschiedene Verhaltenskodizes, Umgangsformen, Verhaltensregeln, den Knigge, Dress-Codes/Kleiderordnungen, Unternehmensethik usw. usf.
Bei all dem geht es um unser Verhalten.
Bei manchem Verhalten würde wir sagen:
und eben:
... wie eben das Auslöffeln des Nutella-Glases!
Wir bewegen uns im Leben zwischen Gesundheit und Krankheit, zwischen Glück und Leid, zwischen Freiheit und Pflicht/Zwang, zwischen Leben und Tod/Sterben.
Wir wissen viel und leben dennoch unsere während Kindheit und durch Erziehung und Sozialisation erlernten Muster.
Letztlich sind wir nicht blöd und nicht unvernünftig, sondern wir sind Menschen!
Als Menschen verhalten wir uns so, wie wir sind:
verschieden!
Es gibt einige Regeln, an die wir uns je nach Kultur halten und an denen wir uns orientieren.
Wir kennen verschiedene Verhaltenskodizes, Umgangsformen, Verhaltensregeln, den Knigge, Dress-Codes/Kleiderordnungen, Unternehmensethik usw. usf.
Bei all dem geht es um unser Verhalten.
Bei manchem Verhalten würde wir sagen:
- "Das ist unvernünftig!"
- "Das ist ein No-Go!"
- "Das ist böse!"
und eben:
- "Das ist ungesund!"
... wie eben das Auslöffeln des Nutella-Glases!

Wir wissen:
Nutella ist mega ungesund...weil es mega viel Zucker enthält und weil Zucker zu Diabetes bzw. zu Adipositas führt bzw. führen kann.
Verhalten zu ändern, bedarf einer großen Disziplin.
Wer abnehmen möchte...
Wer mit dem Rauchen und mit dem Alkohol-Trinken aufhören möchte...
Wer sein eigenes Verhalten ändern möchte,
der/die braucht in der Regel einen langen Atem, viel Disziplin, Geduld und eine hohe Frustrationstoleranz.
Wir denken und handeln in erlernten Mustern.
Diese Muster machen es uns schwer, unser erlerntes, über Jahre eingespieltes und "trainiertes" Verhalten zu ändern.

Rückschläge sind bei dem Versuch, unser Verhalten zu ändern, meistens und fast immer vorprogrammiert:
Wir fallen oftmals in alte Muster zurück - auch wenn wir glaub(t)en, auf dem richtigen Weg gewesen und diesen Weg über Wochen und Monate konsequent gegangen zu sein.
Aber auch Rückschläge sind menschlich!
Wenn wir uns alles verbieten wollten, wofür dann leben?
Wer jeden Tag seinen Salat isst und seine Karotte, der mag vielleicht sehr lange leben ("Quantität"). Ob er / sie jedoch auch glücklich ist und eine Lebensqualität lebt, bleibt dahin gestellt.
Auch hier gilt:
Wer sich in der Mitte bewegt, der ist oftmals auf einem guten Weg!
Letztlich gilt:
Wir alle sind Menschen.
Nichts auf dieser Welt ist perfekt.
Es gibt keinen perfekten Menschen.
Wer sich noch so anstrengt, wird dennoch irgendwann sterben.
Das ist ein ernüchternder und vielleicht sogar ein angst-einflößender Gedanke.
Aber dieser Gedanke schützt uns vor allzu großen Erwartungen, vor Hochmut, vor einem Perfektionismus.
Vielleicht könnte ein Motto des Lebens lauten:
"Heute ist mein bester Tag!"
Ich kann mit dem Heute etwas anfangen, gestalten, planen.
Was Morgen sein wird, kann ich meistens gar nicht beeinflussen, kann ich meistens nicht zu 100% planen.
Wir sollten es deswegen auch unterlassen, in großem Stil und in großem Maße zu planen und zu kontrollieren.
Wir sollten mit Achtsamkeit genießen:
das Leben, das Essen, den Tag, den/die Mitmenschen um uns herum.
Wir sollten Dankbarkeit erlernen:
Dankbarkeit
für immaterielle Dinge (Leben jeden Tag aufs neue, jeden Morgen aufzuwachen, lachen zu können/zu dürfen, in Freiheit und in Demokratie zu leben, Freunde, Kollegen und Verwandte/Familie zu haben, schlafen zu können etc.)
für materielle Dinge (ein frisches Brötchen am Morgen zum Frühstück; ein Medikament, das mich wieder heil werden lässt oder das mich am Leben erhält, Arbeit zu haben, um Geld zu verdienen; eine Wohnung zu haben - egal, was es ist...)
Unzufriedenheit resultiert oftmals aus einer Form der Undankbarkeit, nicht mehr erkennen zu können, dass nichts selbstverständlich ist...
Zu diesem Text lassen sich mehrere mögliche Fazits ziehen:
1.)
Der Mensch handelt nicht immer vernünftig, obwohl er vieles weiß. Zwischen Gewohnheiten, Bedürfnissen, Genuss und Verantwortung bewegt sich unser Leben ständig. Ein gutes Leben entsteht daher weniger durch Perfektion als durch Bewusstsein, Maß und den achtsamen Umgang mit sich selbst.
2.)
Wir sind nicht perfekt – wir sind Menschen. Entscheidend ist nicht, fehlerfrei zu leben, sondern bewusst zu leben.
3.)
Das Leben ist weder vollständig planbar noch vollkommen kontrollierbar. Deshalb sollten wir lernen, das Heute bewusst zu gestalten, Rückschläge anzunehmen und Dankbarkeit für die kleinen und großen Dinge des Lebens zu entwickeln.
4.)
Zwischen Gesundheit und Krankheit, Vernunft und Versuchung, Glück und Leid lernen wir jeden Tag aufs Neue, Mensch zu sein. Nicht Perfektion macht ein erfülltes Leben aus, sondern Achtsamkeit, Dankbarkeit und die Fähigkeit, immer wieder neu anzufangen.
Schlussbetrachtung:
Mit unserer Geburt betreten wir einen Weg, dessen Ende bereits feststeht: Jeder Mensch wird irgendwann sterben. Was unterschiedlich ist, ist nicht das Ziel, sondern der Weg dorthin. Manche Wege verlaufen gerade, andere voller Umwege, Höhen und Tiefen, Freude und Leid, Gesundheit und Krankheit.
Vielleicht besteht die eigentliche Kunst des Lebens nicht darin, das Ziel verändern zu wollen – denn dieses Ziel können wir nicht vermeiden –, sondern darin, den Weg bewusst zu gehen. Wir können nicht jede Kurve kontrollieren und nicht jeden Stein aus dem Weg räumen. Aber wir können entscheiden, wie wir gehen: mit Angst oder Vertrauen, mit Verbitterung oder Dankbarkeit, mit Gleichgültigkeit oder Achtsamkeit.
Am Ende zählt vielleicht weniger, wie lang unser Weg war, sondern wie wir ihn gegangen sind.
Gesamt-Fazit:
„Lebe bewusst, genieße mit Maß, akzeptiere deine Menschlichkeit und sei dankbar für das Heute.“
Vielleicht geht es im Leben deshalb weniger darum, jeden Schritt kontrollieren zu können/zu müssen, sondern vielmehr darum, den eigenen Weg bewusst und achtsam zu gehen.
Rainer Langlitz
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