Bekämpfung von Symptomen und Ursachen: Die NATO-Osterweiterung und die Absichtspläne der Ukraine, der NATO beizutreten, sind die beiden wahren Ursachen für den Russland-Ukraine-Krieg
Veröffentlicht von Rainer Langlitz in Essays · Donnerstag, 04. Dezember 2025 · 12:30
Meine These, die ich in diesem Aufsatz vertrete, lautet kurz und bündig:
"Die NATO‑Osterweiterung und der Wunsch der Ukraine, der NATO beizutreten, sind die wahren Ursachen für den Russland‑Ukraine‑Krieg. Die westliche Unterstützung und Sanktionen behandeln dagegen nur Symptome, ohne den tieferen Konfliktgrund anzugehen."
Mein Plädoyer lautet:
"Da man vermeiden muss, dass dieser Krieg unendlich fortgeführt wird und weiter eskaliert, muss die Ukraine Gebiete im Osten an Russland abtreten und ihre Absicht, der NATO beizutreten, aufgeben!"
Einleitung:
Es gehört zu den häufigsten Vorwürfen gegenüber der modernen Welt, dass sie vor allem eines verlernt habe: den Blick für Ursachen. Stattdessen, heißt es, würden wir akute Probleme zwar immer schneller erkennen, aber ebenso schnell wieder übertünchen – mit Methoden, die kurzfristig entlasten, langfristig jedoch wenig verändern. Besonders deutlich zeigt sich diese Kritik an zwei Bereichen, die unser Leben wesentlich bestimmen: der Medizin und der Politik.
Viele Kritikerinnen und Kritiker werfen der Schulmedizin vor, sie konzentriere sich zu sehr auf die Symptome. Schmerzen werden betäubt, Entzündungen gedämpft, Blutwerte korrigiert – während die zugrunde liegenden Lebensbedingungen, seelischen Belastungen oder strukturellen Gesundheitsrisiken oft kaum Beachtung finden. Die medizinische Praxis erscheint hier wie ein Reparaturbetrieb, der zwar effizient arbeitet, aber nicht fragt, warum ständig neue Reparaturen notwendig sind. So scheint es, als würde die Medizin den Menschen wieder funktionsfähig machen, ohne die eigentliche Störung im System zu beheben. Das Symptom verschwindet, die Ursache bleibt unangetastet – und kehrt früher oder später in neuer Form zurück.
Eine ähnliche Dynamik lässt sich in der politischen Konfliktbearbeitung beobachten. Auch hier greifen Regierungen und internationale Institutionen häufig zu schnellen Maßnahmen, die akute Probleme entschärfen sollen: diplomatische Appelle, Sanktionen, militärische Präsenz, humanitäre Notprogramme. Doch all diese Schritte wirken wie politische Schmerzmittel – sie lindern das Offensichtliche, ohne die tieferliegenden Wurzeln eines Konflikts zu beseitigen. Ungerechtigkeit, historische Traumata, wirtschaftliche Ungleichheit, Machtausbeutung oder geopolitische Spannungen bleiben bestehen, während an der Oberfläche Ruhe hergestellt wird. Es ist eine Stabilität auf Zeit, nicht ein Frieden aus Einsicht.
Der Vergleich zwischen beiden Feldern drängt sich deshalb auf. Während die Medizin ein Symptom beseitigt, damit der Alltag wieder funktioniert, beseitigt die Politik die Symptome eines Konflikts, damit das politische Weltgefüge nicht ins Chaos fällt. Doch in beiden Fällen wird selten gefragt, warum die Probleme überhaupt entstehen – und warum sie sich so hartnäckig wiederholen. Manchmal scheint es, als ob die schnelle Linderung wichtiger sei als die mühsame Auseinandersetzung mit den Ursachen.
Dabei ist gerade diese Auseinandersetzung unverzichtbar. Wer nur das Symptom behandelt, erhält bestenfalls eine Pause; wer dagegen die Ursache versteht und beseitigt, ermöglicht echte Heilung – im Körper wie im Körper politischer Gemeinschaften. Die Forderung lautet deshalb: weniger Flickwerk, mehr Tiefenarbeit; weniger Reaktion, mehr Prävention; weniger Oberflächenpolitik, mehr strukturelles Denken.
Natürlich kann weder die Medizin noch die Politik vollständig auf Symptombehandlung verzichten. In akuten Krisen – körperlichen wie gesellschaftlichen – ist sie oft überlebenswichtig. Doch sie darf nicht zum Ersatz für Ursachenforschung werden. Ein Schmerzmittel kann den Schmerz nehmen, aber nicht die Krankheit heilen. Ein Waffenstillstand kann die Gewalt stoppen, aber nicht den Frieden schaffen.
So entsteht der Eindruck, dass beide Bereiche an einem ähnlichen Grundproblem leiden: Sie begegnen Krisen in erster Linie mit schnellen Lösungen, statt sich der Tiefe des Problems (sc. den Ursachen) zu stellen. Wer glaubt, es reiche aus, Symptome zu beseitigen, verwechselt Ruhe mit Gesundheit – und Stille mit Frieden.
Echte Heilung beginnt immer dort, wo man bereit ist, hinter das Offensichtliche zu schauen und nach Ursachen zu fragen. Sind die Ursachen für etwas schließlich erkannt, müssen diese (!) beseitigt werden. Nur so können Gesellschaften, wie auch Menschen, langfristig gesunden.
Hauptteil:
Ich möchte an dieser Stelle ein Beispiel geben aus meiner persönlichen Situation:
Im November Jahr 2017 wurde bei mir eine Oligoarthritis (Rheuma) diagnostiziert.
In der Schulmedizin gilt:
Rheuma gilt in der Schulmedizin als nicht heilbar, aber gut behandelbar.
Rheuma gilt in der Schulmedizin als nicht heilbar, aber gut behandelbar.
Ich musste seitens der Schulmedizin (Rheumatologie) seit 2018 MTX einnehmen.
Das heißt, man behandelt in der Schulmedizin die Symptome, aber nicht die Ursache.
Mit MTX wurden die Symptome zwar weniger: Die Entzündungswerte gingen nach unten und waren stabil. Aber ich musste eben MTX dafür einnehmen, was nicht gerade förderlich für die allgemeine Gesundheit ist.
Doch nur mit Hilfe von diversen Nahrungsergänzungsmitteln, von denen mein Rheumatologe gar nicht wusste, dass ich diese einnehme, konnte ich das MTX unter ärztlicher Behandlung nach und nach reduzieren lassen: zuerst von 15 mg/Woche auf 10 mg/Woche - dann 7,5 mg/Woche und schließlich war die Dosis mit 5 mg/Woche so niedrig, dass ich das MTX nun schon seit ca. zwei Monaten gar nicht mehr einnehme, und siehe da: Ich habe keine Symptome mehr, weil die Ursache bekämpft wurde (nämlich die Entzündungen wurden durch diverse Nahrungsergänzungsmittel ursächlich beseitigt).
Außerdem beseitigte ich auch eine andere Ursache, die ich nach der Psycho-Neuro-Immunologie als Ursache schon lange erkannt hatte.
Übertragen wir dieses Beispiel nun auf den Russland-Ukraine-Krieg:
Das, was die meisten europäischen Staaten inkl. den USA und der NATO machen, ist reine Symptombehandlung: Man will nicht die Ursachen bekämpfen.
Man riskiert lieber einen direkten Krieg mit Russland und rüstet deswegen im Westen selbst massiv auf.
Man spricht mittlerweile sogar innerhalb der NATO in irritierender und in unfassbarer Weise von einem Präventivschlag gegen Russland.
Man spricht mittlerweile sogar innerhalb der NATO in irritierender und in unfassbarer Weise von einem Präventivschlag gegen Russland.
Man will mit aller Gewalt - um wieder auf die Begrifflichkeit der Schulmedizin zurückzukommen - den Krebs (Krieg in der Ukraine) mit aller Gewalt mit Chemotherapie besiegen. Wir alle wissen: Chemotherapie kann immer nur das Symptom behandeln - niemals jedoch werden durch Chemotherapie die Ursachen der Krebstumore beseitigt.
Kommen wir damit direkt zum Russland-Ukraine-Krieg.
Doch zunächst ein kurzer historischer Überblick über Fakten, die im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Krieg stehen:

Vgl. dazu auch:
Inwiefern sind nun die NATO-Osterweiterung und die Absichtspläne der Ukraine, der NATO beizutreten, die beiden wahren Ursachen für den Russland-Ukraine-Krieg?
Ein recht entscheidender Satz findet sich in dem Buch von Peter Collmer / Ekaterina Emeliantseva Koller /Jeronim Perović (Hg.) "Die 'Wende' als 'Verrat'. Russland, die Nato-Osterweiterung und das Scheitern der europäischen Sicherheitsordnung", Köln 2019, S. 97 (Zitat):
"Auch wenn die These vom westlichen Wortbruch widerlegt werden kann, wäre es gleichwohl falsch, die russischen Einwände, der Westen habe mit der Nato-Osterweiterung sein Versprechen von 1990 gebrochen, nur als Beispiel für ein »verzerrtes Erinnerungs-Syndrom« abzutun. [Anm. 56]. Auch wenn westliche Regierungen und Vertreter der Nato keine verbindlichen Zusicherungen abgegeben hatten, so entsprach der Entscheid, die Nato auszudehnen, nicht der kooperativen Atmosphäre der damaligen Zeit. Im erwähnten Interview von 2014 gegenüber der Rossijskaja gazeta brachte Gorbačëv dies auf den Punkt, wenn er festhielt, dass die Nato-Osterweiterung einen »Verstoß gegen den Geist der Erklärungen und Zusicherungen« darstelle, welche 1990 gegenüber der Sowjetunion geleistet worden seien. [Anm. 57]. Eine Durchsicht der zahlreichen westlich-sowjetischen Gesprächsakten bestätigt diesen Eindruck. Dass der spätere Entscheid, die Nato zu erweitern, in Moskau nicht nur Besorgnis, sondern auch Empörung auslösen musste, konnte deshalb nicht verwundern."
Anmerkung 56 Clark, Christopher/Spohr, Kristina: Moscow’s Account of Nato Expansion is a Case of
False Memory Syndrome, in: The Guardian, 24.03.2015, https://www.theguardian.com/commentisfree/2015/may/24/russia-nato-expansion-memory-grievances [13.02.2019].
Anmerkung 57 Gorbačëv: Ja protiv ljubych.
Zitat Ende.
Link und Quellenangabe:
Schlussteil / Ergebnis:
Mit anderen Worten:
Ja, es gab 1990/91 zwar keine schriftliche Zusage des Westens gegenüber Russland, die NATO werde sich nicht (!) nach Osten ausdehnen.
Und ja, richtig ist auch, es gab das Budapester Memorandum (1994), wo festgelegt wurde, die Ukraine werde alle Atomwaffen abgeben, und Russland garantierte die territoriale Integrität der Ukraine, was 2014 mit der Annexion der Krim nicht eingehalten wurde. Man muss aber dringend die Vorgeschichte zur Annexion der Krim berücksichtigen.
Aspekt 1:
Die Herausgeber des o. g. kritischen und abwägenden Buches arbeiten ausdrücklich, nachhaltig und eindeutig heraus, dass der Vertrauensbruch zwischen dem Westen (USA, Europa und NATO) und dem Osten (Russland etc.) zuerst vom Westen ausging, indem 1999 sich die NATO dennoch ausdehnte, was zu erheblichen Aufregungen und Spannungen im Verhältnis zwischen Russland und dem Westen führte. Der Westen begann spätestens mit der NATO-Osterweiterung im Jahr 1999 mit dem Verstoß gegen den "Geist der Erklärungen und Zusicherungen" (Gorbatschow), denn im Jahr 1999 trat die erste Gruppe von Staaten des ehemaligen Warschauer Paktes der NATO bei: Polen, Tschechien und Ungarn. Dies war die erste Phase der sogenannten NATO-Osterweiterung, die sich im Jahr 1999 nach dem Zerfall der Sowjetunion vollzog. In diesem Jahr fand auch eine weitere wichtige Entwicklung statt: die NATO startete Angriffe auf Jugoslawien im Zuge des Kosovo-Konflikts.
Aspekt 2:
Die Ukraine will unabhängig von Russland sein. Das ist ja auch ok. Das hatte Russland garantiert 2008 im Budapester Memorandum. Und ich gehe davon aus, zu diesem Vertrag hätte Russland auch gestanden.
Wenn die Ukraine jedoch auch noch in die NATO will, und die NATO damit direkt vor dem Schlafzimmer Moskaus steht - und in Zusammenhang mit der Stationierung von Raketen und Raketenbasen in Tschechien, Rumänien und Polen - geht das nicht ein bisschen zu weit?
Zitat aus Wikipedia:
"Die Beziehungen zwischen dem Militärbündnis NATO und der Ukraine gehen auf das Jahr 1992 zurück und zwei Jahre später begann die Ukraine an der Partnerschaft für den Frieden teilzunehmen. Ein vollständiger NATO-Beitritt der Ukraine wurde erstmals von Leonid Kutschma in Erwägung gezogen, war zu dieser Zeit allerdings innenpolitisch hochumstritten. 1997 wurde in seiner Amtszeit eine gemeinsame NATO-Ukraine-Kommission ins Leben gerufen und Kutschma entsandte auch ukrainische Truppen in den Irakkrieg. Eine deutliche Annäherung an die NATO erfolgte in der Amtszeit von Wiktor Juschtschenko als ukrainischem Präsidenten (2005–2010) und auf dem NATO-Gipfel in Bukarest 2008 wurde der Ukraine erstmals eine Mitgliedschaft in der NATO in Aussicht gestellt. Diese Annäherung wurde jedoch von seinem Nachfolger Wiktor Janukowytsch (2010–2014) größtenteils wieder rückgängig gemacht. Nach der russischen Annexion der Krim 2014 und dem Beginn des Kriegs im Donbas gab die Ukraine ihre vormalige Neutralität auf und begann eine vollständige Westintegration einschließlich einer NATO-Mitgliedschaft anzustreben. Die Beziehungen zu den NATO-Staaten und der NATO selbst wurden in der Folgezeit deutlich gestärkt. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 sprachen die NATO-Staaten ihre Solidarität mit der Ukraine aus und leisteten der Ukraine militärische, wirtschaftliche und humanitäre Hilfe, versuchten jedoch ein direktes Eingreifen in den Konflikt zu vermeiden. 2023 wurde die NATO-Ukraine-Kommission als Reaktion auf den russischen Angriff in einen NATO-Ukraine-Rat umgewandelt und der Ukraine ein beschleunigter Aufnahmeprozess gewährt."
Mit anderen Worten:
Direkt nach einer Entspannung zwischen dem Westen und dem Osten 1989/1990 (Fall des Eisernen Vorhangs) beginnt die Ukraine 1992 damit, der NATO beitreten zu wollen.
Die Absicht der Ukraine, der NATO beizutreten, kann nur zu Verwirrungen auf der Seite Russlands geführt haben.
Mit der Änderung der Verfassung im Februar 2019 hat die Ukraine die Mitgliedschaft in der EU und in der NATO zum Staatsziel mit Verfassungsrang erhoben.
Link und Quellenangabe:
Tagesschau vom 21. Oktober 2021:
"Russland droht NATO mit Konsequenzen"
Zitat aus Tagesschau:
"Russland droht der NATO mit Konsequenzen, sollte das Militärbündnis weitere Schritte zur Aufnahme der Ukraine unternehmen. Vize-Außenminister Andrej Rudenko reagierte mit der Drohung auf Äußerungen des US-Verteidigungsministers Lloyd Austin. Wie die Reaktion Russlands aussehen würde, ließ Rudenko aber offen."
"Russland droht der NATO mit Konsequenzen, sollte das Militärbündnis weitere Schritte zur Aufnahme der Ukraine unternehmen. Vize-Außenminister Andrej Rudenko reagierte mit der Drohung auf Äußerungen des US-Verteidigungsministers Lloyd Austin. Wie die Reaktion Russlands aussehen würde, ließ Rudenko aber offen."
Link und Quellenangabe:
Tagesschau vom 02. Dezember 2021:
"Was Moskaus Truppenaufmarsch bezweckt"
Zitat aus Tagesschau:
"Seit Wochen beschäftigen den Westen russische Panzerbewegungen an der ukrainischen Grenze. Wie schon im April entsteht auch ein großes Militärlager. Beobachter rätseln: Wäre Putin bereit, in die Ukraine einzumarschieren?"
Link und Quellenangabe:
Mit anderen Worten: Dieser Krieg hätte verhindert werden können, hätte es die Ukraine unterlassen, der NATO beitreten zu wollen. Die NATO-Osterweiterung und die Absicht der Ukraine, der NATO beizutreten, sind die beiden wahren Ursachen für den Russland-Ukraine-Krieg.
Aspekt 3:
Vgl. dazu auch die Rede von Dr. Gregor Gysi im Dt. Bundestag vom 13. März 2014:
Vgl. dazu auch Benjamin Abelow
Vgl. dazu auch meinen Aufsatz vom 08. April 2024 "Der Krieg in der Ukraine: Einordnung von Daten und Fakten zum Verstehen von Zusammenhängen oder die Frage: Werden und sind wir durch den ÖRR einseitig informiert?"
Warum der Ukraine-Krieg nur durch Ursachenbekämpfung beendet werden kann
Wir sprechen viel über Waffenlieferungen, Sanktionen, Frontverläufe und Gegenoffensiven. All das ist wichtig. All das ist notwendig. Doch all das ist nur die Behandlung der Symptome eines viel tieferen Problems.
Der Ukraine-Krieg ist nicht vom Himmel gefallen. Er ist das Ergebnis jahrzehntelanger Spannungen, ungelöster Konflikte und imperialer Ambitionen. Und so wie ein Arzt einen Patienten nicht heilen kann, wenn er nur Schmerzen betäubt, so kann auch die internationale Politik keinen dauerhaften Frieden schaffen, wenn sie nur die unmittelbaren Auswirkungen des Krieges bekämpft.
Waffen stabilisieren die Lage – sie beenden den Krieg aber nicht.
Sanktionen erhöhen den Druck – sie ersetzen keinen Frieden.
Diplomatische Appelle beruhigen das Gewissen – sie lösen keine Konfliktursachen.
Wenn wir wirklich Frieden wollen, dann müssen wir tiefer gehen.
Wir müssen die strukturellen Ursachen dieses Krieges angehen, und diese Ursachen sehe ich gezielt in der Tatsache der NATO-Osterweiterung und in der Absicht der Ukraine, ebenfalls der NATO beitreten zu wollen.
Für Russland ist diese Absicht nicht hinnehmbar.
Ein Waffenstillstand im Russland-Ukraine-Krieg ist nicht genug. Ein eingefrorener Konflikt ist nicht genug. Ein Kompromiss ohne Ursachenarbeit ist nur eine Pause – kein Frieden.
Echter Frieden entsteht erst dann, wenn wir die Mechanismen beseitigen, die Krieg möglich machen: Unsicherheit, Machtvakuum, imperiale Ideologien, ökonomische Verwundbarkeit und politische Ohnmacht.
Deshalb brauchen wir zweierlei:
Erstens die nötige Symptombehandlung. Doch das hat nicht gereicht: Die Krankheit (Medizin) bwz. der Krieg (Politik) ist weiter fortgeschritten.
Zweitens aber eine konsequente Ursachenbehandlung – eine neue europäische Sicherheitsarchitektur, langfristige Sicherheiten für die Ukraine, stabile staatliche Institutionen, und international verbindliche Regeln, die Aggression unattraktiv machen.
Vor allem sollte die Ukraine, die Absicht aufgeben, einen Beitritt in die NATO anzusteuern.
Und wir müssen es auch wieder schaffen, einen Zugang zu Russland zu gewinnen.
Nur so können wir diesen Krieg beenden.
Wer Symptome bekämpft, gewinnt zwar Zeit.
Wer jedoch Ursachen bekämpft, schafft Frieden, und worin ich die Ursachen dieses Kriegs in der Ukraine sehe, habe ich nun ausführlich dargestellt.
Der Westen wird diesen Krieg nicht gewinnen können.
Es muss dazu kommen, dass Ursachen für diesen Krieg in der Ukraine erkannt und beseitigt werden.
Weiterhin müsste man separat noch über den Verlauf des Bürgerkriegs in der Ukraine zu sprechen kommen.
Rainer Langlitz
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