Die Macht der Vielen – und das Schweigen, das Kriege möglich macht: Sag "Ja" zum Frieden - Sag "Ja" zu Deinem eigenen Leben
Veröffentlicht von Rainer Langlitz in Essays · Samstag, 25. April 2026 · 5:00
Du sollst Gott und Deinen Nächsten lieben wie dich selbst !
Kriege begleiten die Menschheit seit ihren Anfängen. Vom Ersten Weltkrieg über den Zweiten Weltkrieg bis hin zu heutigen Konflikten – sei es zwischen Israel und Iran, durch Interventionen der USA oder durch den Angriffskrieg Russlands unter Wladimir Putin – scheint sich ein Muster zu wiederholen: Menschen töten Menschen. Immer wieder.

Liste von Kriegen in der Wikipedia:
Doch die eigentliche Frage ist nicht nur, was passiert – sondern warum...
Kriegen gehen Konflikte und Krisen voraus:
Rainer Langlitz: Krisen-Konflikte-Kriege. Der Mensch im 21. Jahrhundert im Wandel oder im Untergang…
Wie wahnsinnig muss man sein, einen Krieg anzufangen?
Und vielleicht noch wichtiger: Was läuft in uns Menschen falsch, dass es überhaupt möglich ist, dass jemand den Befehl gibt, Atombomben auf andere Menschen zu werfen – und andere diesen Befehl ausführen?
Es ist leicht, die Schuld nur bei einzelnen Machthabern zu suchen. Aber das greift zu kurz. Kriege entstehen nicht im luftleeren Raum. Sie entstehen aus Angst, Machtstreben, Ideologien, wirtschaftlichen Interessen – und aus der Fähigkeit von Menschen, andere zu entmenschlichen. Sobald der „Gegner“ nicht mehr als Mensch gesehen wird, sondern als Feind, Bedrohung oder Objekt, wird Gewalt plötzlich denkbar.
Noch verstörender ist jedoch eine andere Frage:
Wie kommt es, dass Menschen sich zwingen lassen, in den Krieg zu ziehen?

Die meisten Menschen wollen nicht töten. Und doch tun sie es im Krieg. Warum?
Weil sie Angst haben. Weil sie dazugehören wollen. Weil sie glauben, keine Wahl zu haben. Weil sie von klein auf lernen, Autoritäten zu gehorchen. Weil Propaganda ihnen einredet, sie würden für etwas „Größeres“ kämpfen.
Weil sie Angst haben. Weil sie dazugehören wollen. Weil sie glauben, keine Wahl zu haben. Weil sie von klein auf lernen, Autoritäten zu gehorchen. Weil Propaganda ihnen einredet, sie würden für etwas „Größeres“ kämpfen.
Geschichte zeigt, wie mächtig solche Mechanismen sind. Als im Dritten Reich die Frage gestellt wurde: „Wollt ihr den totalen Krieg?“, jubelten Menschen. Nicht, weil sie alle grausam waren – sondern weil sie Teil einer Masse wurden, in der Zweifel kaum noch Platz hatten.
Und heute?
Heute hören wir wieder neue Worte. In Deutschland wird davon gesprochen, „kriegstüchtig“ werden zu müssen. Ein Begriff, der aufrüttelt. Der Fragen aufwirft.
Dürfen wir das einfach tolerieren?
Die einen sagen:
Es geht um Abschreckung, um Verteidigungsfähigkeit, um den Schutz von Frieden. Gerade angesichts des Krieges in der Ukraine sei es notwendig, vorbereitet zu sein.
Die anderen empfinden genau diese Sprache als gefährlich – als ersten Schritt in eine Richtung, die wir aus der Geschichte nur zu gut kennen.
Und dann steht da noch eine konkrete Angst im Raum:
Wie wahrscheinlich ist es, dass Russland ein westliches Land Europas oder die NATO angreift?
Die ehrliche Antwort ist unbequem:
Ein direkter Angriff auf ein NATO-Land gilt derzeit als eher unwahrscheinlich – vor allem wegen des Prinzips der kollektiven Verteidigung. Ein solcher Schritt würde einen großen, möglicherweise globalen Krieg riskieren. Gleichzeitig zeigen aktuelle Entwicklungen, dass Konflikte eskalieren können, dass Grenzen verschoben werden und dass politische Entscheidungen nicht immer rational erscheinen.
Sicherheit ist also keine Selbstverständlichkeit – aber Panik ist auch kein guter Ratgeber.
Das ist vielleicht die unbequemste Wahrheit:
Das Problem liegt nicht nur „bei den anderen“. Es liegt auch in uns.
Menschen sind zu Mitgefühl fähig – aber auch zu Grausamkeit.
Wir sind zu eigenständigem Denken fähig – aber auch anfällig für Manipulation.
Wir können „Nein“ sagen – aber oft tun wir es nicht.
Und genau hier kommt ein Gedanke ins Spiel:
„The people don’t know their true power.“
Gesellschaften haben Macht. Enorme Macht.

Kein Krieg wäre möglich ohne die Beteiligung oder zumindest das Schweigen von Millionen. Wenn genug Menschen sich weigern würden – zu kämpfen, zu gehorchen, zu hassen – würden viele Kriege gar nicht erst stattfinden oder schnell enden.
Doch diese kollektive Macht bleibt oft ungenutzt.
Weil Menschen vereinzelt sind.
Weil sie Angst haben.
Weil sie glauben, nichts ändern zu können.
Vielleicht ist die wichtigste Frage also nicht nur:
„Warum gibt es Kriege?“
Sondern:
Wann erkennen wir als Gemeinschaft, dass wir sie verhindern könnten?

Wie können wir Konflikten in der Familie, in der Gesellschaft und weltweit frühzeitig begegnen und sie zu lösen versuchen?
Rainer Langlitz: Konflikte - Ursachen und Umgang
Rainer Langlitz: Sag "NEIN" zum Befehl - Sag "JA" zu deinem eigenen Leben
https://www.youtube.com/shorts/L5uGKzyiAdg
Das folgende Verhalten ist in diesem Zusammenhang wichtig und einzufordern:
Das folgende Verhalten ist in diesem Zusammenhang wichtig und einzufordern:
- Sich aktiv und kritisch informieren – nicht jede Information ungeprüft glauben, besonders in Zeiten von Propaganda und Desinformation.
- Gespräche führen, auch mit Menschen, die anders denken, statt Fronten weiter zu verhärten.
- Sich politisch einbringen – wählen gehen, sich engagieren, Position beziehen.
- Organisationen unterstützen, die sich für Frieden, Diplomatie und humanitäre Hilfe einsetzen.
- Sprache bewusst wählen – keine Entmenschlichung, kein pauschales Feindbild-Denken.
- Zivilcourage zeigen, wenn Hass oder Kriegsverherrlichung im eigenen Umfeld auftaucht.
- Bildung fördern – über Geschichte, Konflikte und ihre Ursachen, um Wiederholungen zu verhindern.
- Sich für Diplomatie und Dialoglösungen stark machen, auch wenn sie komplizierter sind als einfache Feindbilder.
- Den eigenen Umgang mit Macht hinterfragen – im Kleinen wie im Großen (z. B. in Beruf, Familie, Gesellschaft).
- Keine Rüstungsaktien zu erwerben und damit zu handeln.
- Für Frieden zu demonstrieren und auf die Straße zu gehen.
- Nicht und in keiner Weise für eine Rüstungsfirma zu arbeiten und damit Geld zu verdienen.
- Krieg und Morden von Menschen im Geiste kategorisch abzulehnen und es niemals in der Realität zu tun - egal in welchem Zusammenhang.
D_U S_O_L_L_S_T N_I_C_H_T_ T_Ö_T_E_N

Du sollst Gott und Deinen Nächsten lieben wie dich selbst!

Rainer Langlitz
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