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Corona-Enquête im Bundestag: Zwischen Aufarbeitung, Streit und offenen Fragen

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Corona-Enquête im Bundestag: Zwischen Aufarbeitung, Streit und offenen Fragen

Rainer Langlitz
Veröffentlicht von Rainer Langlitz in Essays · Samstag, 21. März 2026 · Lesezeit 7:15
Einleitung:

Die Corona-Pandemie hat Politik, Wissenschaft und Gesellschaft vor nie dagewesene Herausforderungen gestellt. Auch Jahre später ist die Aufarbeitung dieser Zeit längst nicht abgeschlossen. Mit der Einsetzung einer Enquête-Kommission im Bundestag, in der unter anderem nun am 19. März 2026 u. a. Prof. Dr. Karl Lauterbach und Prof. Dr. Lothar Wieler angehört wurden, soll nun eine systematische Analyse der damaligen Entscheidungen erfolgen.

Ein kleiner Ausschnitt aus der Enquête vom 19. März 2026 zeigt das folgende YouTube-Video:

https://youtu.be/BJ33Qd0xBYM?si=AY75kMPwzGpSWb_S&sfnsn=scwspmo

Angesichts widersprüchlicher Einschätzungen von Experten und anhaltender Kontroversen stellt sich die Frage, ob es dabei um eine echte Suche nach Wahrheit geht – oder vielmehr um eine nachträgliche Abwägung politischer Maßnahmen.

Folgende deutsche Medien bzw. (Online-) Zeitungen berichten hierüber (u. a.):



WELT:


ZEIT:


Tagesspiegel:


RND:


Vor diesem Hintergrund darf gefragt werden:

Was bringt diese Enquête eigentlich? Es werden Fachleute von "beiden"  Seiten angehört. Ok. Aber jede dieser beiden Seiten agiert so, als sei  sie im Recht. Ich finde das äußerst schwierig. Soll sich nun die  Bevölkerung selbst die Variante heraussuchen, die ihr gefällt bzw.  angenehm bzw. als richtig "erscheint"? Denn geht es nun um die  Wahrheitssuche oder nicht? Oder geht es stattdessen um "Abwägung" (Jens Spahn) und  gar nicht um Wahrheit?



Hauptteil:

Folgende fünf Fragen bzw. Aspekte stehen - für mich gesprochen – u. a. im Raum und sind endlich einer Klärung zuzuführen:

1.) Ist die mRNA-Impftechnologie für uns Menschen nun
a) gefährlich
b) ungefährlich
c) förderlich für die Gesundheit
d) unnötig
e) noch zu erforschen
f) etc.

?

2.) Die WHO hat die Kriterien für das Ausrufen einer Pandemie  scheinbar 2009 geändert. Es wird auf dieser Form der Definition  leichter, eine Pandemie aufzurufen, was erneute Lockdowns bzw.  Impfkampagnen zur Folge haben kann.

Dazu folgende Fragen:

a) Ist es noch sinnvoll für Deutschland, Teil der WHO zu sein / zu  bleiben?

b) Warum sind die USA unter der Trump-Administration bereits aus der WHO  ausgetreten?

c) Wie sinnvoll war / ist der Vorschlag der WHO, einen sogenannten  "Pandemie-Vertrag" den Mitgliedstaaten aufzuerlegen?

d) Was spielte sich bei der WHO und bei deren Finanzierern (20% Gates  Foundation) auch in Bezug auf den Epstein-Skandal seit 2010 alles ab?  Inwiefern spielten das Geld und Renditeaspekte bei der sog. Oberschicht eine Rolle? Wer wollte  möglicherweise an diesem ganzen Pandemiegeschehen von 2020 - 2023  verdienen?

Und vor allem:

e) Wie sinnvoll waren diese Änderungen der Pandemiekriterien seitens der WHO  aus dem Jahr 2009? Waren diese Änderungen berechtigt?

f) War es vor diesem Hintergrund überhaupt sinnvoll, 2020 eine  Pandemiesituation seitens der WHO auszurufen angesichts der Tatsache,  dass dies nur aufgrund der Änderung der Kriterien  aus dem Jahr 2009 vorgenommen werden  konnte?

3.) Was ist nun der Ursprung von "SARS-CoV-2"?

a) Zoonose (natürlicher Ursprung)

b) Laborunfall durch Gain of Function

?

Die wahre Antwort zu dieser Frage ist für die Zukunft von entscheidender Bedeutung:  

Muss die Gain-of-Function-Forschung zukünftig eingeschränkt oder sogar verboten werden?

Hierzu herrscht dringender Klärungsbedarf.

4.) Es gab bekanntlich viele Kritiker aus dem Akademiker-Kreis,  die die Maßnahmen der Pandemie-Bekämpfung bereits im frühen Stadium der  Pandemie als fragwürdig einschätzten / einstuften.  Darunter zähle ich:

Prof. Dr. Stefan Hockertz
Prof. Dr. Andreas Sönnichsen
Prof. Dr. Sucharit Bhakdi
Prof. Dr. John Ioannidis
Dr. Gerd Reuther
et al.

Andere Akademiker schlossen sich relativ schnell der Kritik der zuvor  genannten Wissenschaftler an.  Darunter z. B.:

Prof. Dr. Brigitte König
Prof. Dr. Ulrike Kämmerer
Prof. Dr. Arne Burkhardt
Dr. Ute Krüger
et al.

Auch Prof. Dr. Jonas Schmidt-Chansit hielt Corona-Viren a priori für  Viren, die eine durchschnittlich gefährliche Erkältungskrankheit der  Atemwege auslösen können, bei der es vorwiegend gälte, ältere Menschen  mit Vorerkrankungen zu schützen. Für den Rest der Bevölkerung sei es  jedoch so, dass Erkrankungen im Rahmen von Corona-Viren eher harmlos verliefen. Schmidt-Chanasit im NDR im Februar 2020 (Zitat): "Keine Panik, die  meisten werden die Infektion gar nicht bemerken, ein anderer großer Teil  wird ein bisschen Schnupfen haben, ältere Patienten und Patienten mit  Vorerkrankung haben ein erhöhtes Risiko für diese schweren Verläufe -  und um die müssen wir uns dann intensiv kümmern."

Zitat Ende.


Warum wurden aber unter der Regierung von Dr. Angela Merkel keine/r dieser  kritischen Akademiker in den Beratungsstab miteinbezogen?  Stattdessen waren im Beratungsgremium unter Alt-Bundeskanzlerin Dr.  Angela Merkel:

• Christian Drosten → Virologie / Infektionsmedizin

• Lothar Wieler → Epidemiologie / Öffentliche Gesundheit (RKI)

• Melanie Brinkmann → Virologie

• Cornelia Betsch → Psychologie / Gesundheitskommunikation (z. B. Impfverhalten)

• Rolf Apweiler → Bioinformatik / Datenanalyse

• Michael Meyer-Hermann → Physik / mathematische Modellierung von Pandemien

Inwiefern ist diese Zusammensetzung problematisch?

Drosten lag bereits 2009 bei der Schweinegrippe falsch, indem er zu  Beginn von einer höheren Gefährlichkeit ausging. Das Virus verlief  letztlich glimpflicher als befürchtet.

Wieler konnte nicht unabhängig beraten (was seine Aufgabe gewesen wäre),  sondern wurde vonseiten des Ministeriums beeinflusst zugunsten einer  Lockdown- und Impfpolitik (wie im Nachhinein durch die geleakten  RKI-Protokolle herausgekommen ist).

Brinkmann war bekannt für sehr deutliche Warnungen vor dem Coronavirus.  Sie forderte konsequent harte Lockdowns und sprach beispielsweise Anfang  2021 davon, dass der „Wettlauf [gegen Corona-Mutanten] längst verloren“  sei, und forderte, dass das „Larifari aufhören“ müsse. Solche Aussagen  wurden von Kritikern als panikmachend und wenig lösungsorientiert empfunden. Als Teil der „No-Covid“-Gruppe befürwortete sie eine  Strategie, die auf eine extrem niedrige Inzidenz abzielte. Dies wurde  von vielen als wirtschaftlich und gesellschaftlich unverhältnismäßig  kritisiert. Auch nach dem Auslaufen von Maßnahmen warnte sie weiterhin eindringlich, was von Kritikern als Ignorieren der gesellschaftlichen  Folgen gesehen wurde.

Betsch argumentierte häufig, dass Druck bei Impfungen auf die  Bevölkerung ausgeübt werden müsse. Ihre Nähe zu politischen Maßnahmen  ist zu bemängeln.

Apweiler erstellte Datenanalysen zur Pandemie und Modellierungen von  Infektionsverläufen, deren Prognosen auf Annahmen basierten und deren  Ergebnisse stark variieren können. Seine Modelle haben ziemlich  pessimistische Szenarien geliefert, auf die sich die Politik zu stark gestützt hat.

Ähnliche Kritik ist bei Meyer-Hermann zu äußern: Seine  modellbasierten „Worst-Case“-Szenarien zeigten häufig starke Ausbreitung  bei Lockerungen und führten zu pessimistischen Annahmen. Der Vorwurf  lautet also: Die politischen Entscheidungen (z. B. Lockdowns) beruhten  eher auf dem Prinzip „Politik nach Modell statt Realität“, was in dieser  Form zu kritisieren ist und im Nachhinein ein Problem darstellt.

Stattdessen wurden Ansichten von kritischen Akademikern diskriminiert,  diskreditiert und diffamiert.  Auf solche Weise werden politische Entscheidungen nicht gut abgewogen  und können insofern einseitig bzw. sogar falsch sein.

5.) Welche Erkenntnisse können wir aus der Vorgehensweise in Schweden in Bezug auf Corona für die Zukunft gewinnen?



Resümee:

Es muss zum Ausdruck gebracht werden, dass eine Corona-Aufarbeitung  weiterhin notwendig ist und bleibt.  Zu dieser Corona-Aufarbeitung gibt es massigen Diskussionsbedarf und  auch tatsächlich stattfinde Diskussionen.   Eine bestimmte Diskussion fand zwischen Prof. Dr. Stefan Homburg  (Ökonom) und Herrn Eric Frey (österreichischer Publizist und Politologe)  im März 2026 statt:


Folgendes geht für mich aus dieser Diskussion zwischen Homburg und Frey  hervor:   Der Maßnahmen-Unterstützer Herr Eric Frey, der also die politischen  Maßnahmen während der Corona-Zeit befürwortet, hat mich nur zu max. 5 - 8  % angesprochen bzw. konnte mich nur zu ca. 5 - 8 % überzeugen. Prof. Dr. Stefan Homburg ist und bleibt der Überzeugendere. Prof. Dr. Homburg weist in seinen Ausführungen auf Zahlen und Fakten hin, während Eric Frey stattdessen eher die Meinung des sog. Mainstreams referiert und dabei nur teilweise Kritik an den Maßnahmen übt. Frey präsentiert sich hier zu Unrecht als (sozusagen) "immun" gegen die kritischen Aussagen, Fakten, Recherchen, Vorwürfe, Enthüllungen, die die  Seite, die stellvertretend von Prof. Dr. Stefan Homburg vertreten wird, auf den Tisch bringt. Und nein! Entgegen dem Schluss-Statement von Eric Frey sollte und darf „Corona“ und alles, was damit zusammenhängt, unter keinen Umständen ad acta gelegt bzw. sogar unter den Teppich gekehrt werden. Auch hier stimme ich Herrn Prof. Dr. Stefan Homburg ausdrücklich in Bezug auf sein Schluss-Statement zu (siehe Video aus März 2026).

Abschließend wäre zu fragen:

Was haben wir aus der Corona-Pandemie gelernt, und zwar vor allem bezogen auf Situationen der Zukunft?

Wo muss eine zukünftige Regierung mehr Diskurs, mehr Kritik und mehr Widerspruch zulassen?

Rainer Langlitz


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